AW: Arbeit mit Tele verboten ? Aufklärung !
Da das Thema an anderer Stelle geschlossen wurde, ich aber trotzdem die Kommentare dazu gelesen habe, muss ich meinen Senf hierzu auch abgeben.
Vorab sei gesagt, dass ich kein Teleimpulsgerät verwende, denn es ist ja schließlich auch verboten.
Zum eigentlichen Thema möchte ich anmerken, dass einige anscheinden eine falsche Vorstellung von den heutigen Geräten und einer fachmännischen Anwendung haben.
Der Impuls oder Stromschlag (wie auch immer) soll z.B. beim Training für jagdtriebige Hunde nicht dazu verwenden werden, um dem Hund etwas Neues beizubringen, oder ihn durch die Heftigkeit des Stromschlages abrupt in der Bewegung (Weiterrennen) zu stoppen, weil der Stromschlag so heftig ist, sondern das bereits Erlente Kommando (Halt, Stopp, oder wie auch immer ) auch auf größere Entfernung möglich zu machen bzw. einen Zugang zum Hund zu bekommen bzw. ihn aus einer Unkonzentrietheit wieder aufmerksam zu machen bzw. ihm einen Impuls zu geben, wenn er nicht mehr für das Kommando empfänglich ist. Mit anderen Worten soll der Hund lernen, dass er auch auf Entfernung noch einen Kanal frei lassen muss, um die Kommandos seines Herrchens mitzubekommen bzw. lernt er, dass das Herrchen auch auf großer Entfernung noch auf den hund einwirken kann.
Das setzt voraus, dass der Hund das Kommando gelernt hat und unter einer geringeren Entfernung und Ablenkung gut befolgt. Es soll also nicht so sein, dass der Hund auf einer Hasenwiese von der Leine genommen wird und wenn er in Richtung Hasen rennt, einen Stromschlag bekommt, dass er zwei Meter in die Lüfte springt und erst dadurch lernen soll, dass er das nicht machen darf. Es muss vorher schon mit anderen Mitteln der Gehorsam geübt worden sein. Die Schleppleine bietet hierzu eine gute Möglichkeit.
Allerdings ist der Einsatz einer Schleppleine nur bis zu einem geringen Maß sinnvoll. Ab einer bestimmten Länge ist eine Schleppleine nicht mehr sinnvoll, was ja jedem klar sein sollte. Ohne Schleppleine ist der Hund ab einer bestimmten Entfernung immer schlechter für Kommandos emfänglich. Je weiter der Hund entfernt ist, desto weniger bekommt er von dem mit, was Herrchen sagt.
Unabhängig davon, dass die Geräte heute nicht mit dem Teletakt von früher vergleichbar sind, bleibt die Einwirkung unangenehm und das soll sie bei sehr triebigen und schwer konzentrierbaren Hunden auch sein, denn die Theorie besagt, dass ein Kommando, dass mit positiver Schmerzeinwirkung gefestigt wird, länger und sicherer beim Hund sitzt. Das bedeut aber auch, dass das Erlernte irgendwann wieder trainiiert werden muss, weil die Wirkung irgendwann nachlässt.
Unabhängig davon, sollte man aber auch nicht vergessen, dass so ein Gerät auch schon dem einen oder anderen Hund das Leben gerettet hat bzw. ihm ein lebenslanges Dasein im Tierheim oder eine lebenslangen Maulkorb erspart haben. Es soll Hunde geben, die mit Leckerchen nicht davon abzu kriegen waren, auf jeden Hund los zu gehen.
Ich habe einiges darüber gelesen und auch erlebt, weil ich mich ganz einfach dafür interessiert habe. Schließlich bin ich aber für mich zur Erkenntnis gekommen, dass es für mich bzw. meinen Hund nichts ist, weil mein Hund nicht so treibig ist und schleißlich ist es ja auch verboten.
Ich kann aber auch Leute verstehen, die gerne ein solches Gerät fachmännisch anwenden würden, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, um an ihren Hund ran zu kommen, wenn dieser sich 300 Meter entfernt mit Hasen vergnügt.
Für Leute, die auch ein Leinenruck Tierquälerei ist, wird so ein Gerät auch inakzeptabel sein. Die anderen, die an der Leine rucken, Würgehalsbänder und Stachler benutzen, fügen einem Hund mehr zu, als das Beim Teleimpulsggerät der Fall ist.
__________________
Mein Elvis ist ein Engel und kein Hund.
|