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bei Ihrem Auftritt vor wenigen Wochen in Osnabrück sind Sie bei Vollführung Ihres Schwebeakts auf mich mit meinem Junghund mit hoher Geschwindigkeit zugefahren und haben eine Schelle / Autohupe erklingen lassen. Die hat mich in dieser Situation überrascht, den Hund, den ich an der kurzen Leine geführt habe verschreckt, so dass er sich zurückziehen wollte, bzw. flüchten wollte. Das Publikum quittierte die Angstreaktion meines Hundes mit Lachen.
Als ich es geschafft hatte meinen Hund zu beruhigen, wiederholten Sie den Vorgang, fuhren wieder mit hoher Geschwindigkeit auf mich und meinen Hund zu und erzeugten wieder ein lautes Geräusch, welches eindeutig darauf abzielte, den Hund zu erschrecken.
Dieses Mal ließ sich mein Hund jedoch nicht so einfach beruhigen, worauf hin ich mit meinem Hund gezwungenermassen ein Desensibilisierungsprogramm durchführen musste. Ich hockte mich also zu meinem Hund mitten auf Ihre "Bühne" und wartete, bis er mit seinem angst-aggressiven Verhalten aufhörte, welches sich in Bellen, Drohen, Schnappversuche äußerte.
Durch mein Verhalten fühlten sie sich gestört, wiesen mich darauf hin, dass ich den Hund bitte gut festhalten solle.
Ich habe in dieser Situation darauf verzichtet, Sie vor ihrem Publikum auf ihre tierschutzrelevanten Handlungen aufmerksam zu machen, habe mich stattdessen um meinen Junghund gekümmert.
Durch Ihr Verhalten, welches Sie auch mehrfach bei einer französischen Bulldogge auf der anderen Seite des Publikums durchgeführt haben, gehe ich davon aus, dass diese Form von Tierquälerei zu ihrem Standardprogramm gehört.
Ich bitte Sie darüber nachzudenken, welchen Preis Sie für ein paar "schadenfrohe Lacher" in Kauf nehmen. Sie traumatisieren dadurch ggf. ein Tier, es kann seine Umweltsicherheit verlieren. Und der Halter muss dafür dann eine Lösung finden. Ist er selbst dazu nicht in der Lage, wird der kostenintensive Gang zum Hundetrainer unumgänglich, bzw. das Leben für 10 - 15 Jahre mit einem gestörten Hund.
Wird mir ein weiterer Fall ab diesem Zeitpunkt bekannt, bei dem Sie tierschutzrelevantes Verhalten zeigen, werde ich alle juristischen Mittel ausschöpfen, um sie von diesem Verhalten abzubringen.
Als Maßstab werde ich §17 Abs. 2 lit. b Tierschutzgesetz anbringen:
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1.
ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder
2.
einem Wirbeltier
a)
aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder
b)
länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden
zufügt.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Happek
Dipl.Wirt.Ing.(FH)
---
Habe lange drüber nachgedacht, wie ich auf Dr. Musikus reagieren sollte. Diese E-Mail, die jetzt raus ist, ist meine Reaktion.
Geändert von Marion (15.10.2009 um 13:39 Uhr).
Grund: Name aus Datenschutzgründen gekürzt
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
Sorry, dem *pieps* hättest du man gleich die Meinung geigen sollen (Ich mag solche Typen eh nicht, Spaß hört da auf wo er für andere zur Belästigung wird). Einmal kann Zufall gewesen sein, beim zweiten Mal hätte er am Boden gelegen...
__________________
Man sagt, "Kampfhunde" packen zu und lassen nie wieder los; und es stimmt:
Smokey packte einst mein Herz und ließ es nie wieder los!
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
Auch wenn ich mich mit meiner Meinung unbeliebt mache: Ich finde die Drohung übertrieben und Deine Reaktion überzogen. Es hätte gereicht, wenn Du ihn schlicht darauf aufmerksam gemacht und/oder das Gespräch gesucht hättest.
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
Ein ruhiges Gespräch wäre zu dem Zeitpunkt unmöglich gewesen, vor allem nicht vor dem Publikum.
Und den Ankündigung legale juristische Mittel auszuschöpfen ist, aus meiner Sicht keine Drohung.
Dafür, dass ich mehr als sauer war und mich dies doch ein wenig länger beschäftigt hat, habe ich noch recht milde reagiert. Denn ich hätte ihn a) am liebsten direkt von seinem Ding runtergeholt b) theoretisch direkt Strafanzeige stellen können.
Wie gesagt, Dr. Musikus hat sich via Email aufrichtig entschuldigt und falls der Hinweis auf das Tierschutzgesetz ihm einen Schrecken eingejagt haben sollte, damit kann ich gut leben.
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
Wenn es mir passiert wäre und ein Gespräch nicht gleich möglich gewesen wäre, hätte ich ähnlich reagiert und auch geschrieben.
Ich denke gerade der Hinweis auf das Tierschutzrecht, zeigt das es für den Hund gravierend ist/sein kann und ich kann mir schon Hunde oder Halter vorstellen die dann in dieser Situation überfordert sind.
Was wäre denn los, wenn ein Soka vor Schreck weg springt oder erschrickt und schnappt...
Ne geht gar nicht...das kann der Musikus doch auch nicht über einen Kinderwagen abziehen oder was denkt ihr, wie eine Mutter reagieren würde, wenn da ihr Kind etwas plötzlich und mutwillig geweckt wird.
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
Hi Rob,
Ich verstehe sehr gut, daß Du Dich über sein Benehmen ärgerst.
Manche Leute sind sehr Plump und ihnen fehlt einfach an Einfühlungsvermögen.
Ich finde es auch sehr gut, daß Du ihn deswegen anschreibst und darüber informierst, denn der Typ scheint sich einfach nie Gedanken gemacht zu haben. Jetzt wird er zweimal denken, bevor er den nächsten Hund erschreckt.
Mit dem Kerl "schimpfen" wäre auch im Rahmen, aber eine (Androhung einer) Anzeige im Rahmen des Tierschutzgesetzes?
Das finde ich zu viel.
Was mich daran stört, ist der inflationäre Umgang mit dem Begriff Tierquälerei.
Der Typ hat aus Blödheit und Sellbstdarstellungsbedürfnis Dein Hund sehr erschreckt, das aber unter Tierquälerei einzustufen führt nur zu einer Abstumpfung der Bedeutung von Quälerei.
lg
mazzy
__________________
Grüße von
mazzy, Asso und Shima
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
Zitat:
Zitat von Rob
Zitat:
Zitat von Christy
Wie muss ich mir das denn vorstellen, wo hat denn dieses Spektakel stattgefunden?
Am Wochenende in der Innenstadt von Osnabrück.
Entschuldige mal bitte, aber ich stell mich doch auch nicht bei Bon Jovi in die erste Reihe und verklag die dann wg. meines Gehörsturzes?
Mir erschliesst sich ehrlichgesagt null, warum man mit nem Hund bei so einem Radau stehen bleibt?
__________________
"Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte.”
Aus Irland
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
christy, hab ich dir schon mal gesagt, das ich dich mag?
__________________ Grüße Petra , Dobi DARLA + Schokobohne LEONIEwww.darla-dobermann.de Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes eines Menschen legt, es gibt jeden Tag jemanden, der bequem darunter durchlaufen kann
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
Zitat:
Zitat von Christy
Zitat:
Zitat von Rob
Zitat:
Zitat von Christy
Wie muss ich mir das denn vorstellen, wo hat denn dieses Spektakel stattgefunden?
Am Wochenende in der Innenstadt von Osnabrück.
Entschuldige mal bitte, aber ich stell mich doch auch nicht bei Bon Jovi in die erste Reihe und verklag die dann wg. meines Gehörsturzes?
Mir erschliesst sich ehrlichgesagt null, warum man mit nem Hund bei so einem Radau stehen bleibt?
Weil der Hund lernen muss, das solche Situationen "normal" sind, genau wie ein Zug, der quietschend in den Bahnhof einfährt. Ich erwarte von meinem Hund, dass er auf Menschenaufläufe mit Musik, Kindern, Luftballons und einem Alleinunterhalter gelassen reagiert.
Schimpfen vor Ort bringt eh nix, ein "nüchterner" Brief, bei dem der Sachverhalt geschilder wird, wirkt besser. "Den hätte ich umgehauen..." Etc.. Damit ist auch keinem geholfen.
Die Möglichkeiten ein Tier zu Quälen sind wahrscheinlich noch vielfältiger, als ich es mir vorstellen kann und will. Den Hund vorsätzlich zu erschrecken und dies wiederholt ist für mich keine Lappalie. Besonders in dem Fall, weil ich weiss wie sicher mein Hund normalerweise ist und wie sehr ihn das verstört hat.
Wie gesagt: Der Hund kann in so einer Situation traumatisiert werden und wer weiss, was er in dem Augenblick verknüpft.
AW: E-Mail an Dr. Musikus - Hinweis auf Tierquälerei
Zitat:
Zitat von Rob
Weil der Hund lernen muss, das solche Situationen "normal" sind, genau wie ein Zug, der quietschend in den Bahnhof einfährt. Ich erwarte von meinem Hund, dass er auf Menschenaufläufe mit Musik, Kindern, Luftballons und einem Alleinunterhalter gelassen reagiert.
Schimpfen vor Ort bringt eh nix, ein "nüchterner" Brief, bei dem der Sachverhalt geschilder wird, wirkt besser. "Den hätte ich umgehauen..." Etc.. Damit ist auch keinem geholfen.
Die Möglichkeiten ein Tier zu Quälen sind wahrscheinlich noch vielfältiger, als ich es mir vorstellen kann und will. Den Hund vorsätzlich zu erschrecken und dies wiederholt ist für mich keine Lappalie. Besonders in dem Fall, weil ich weiss wie sicher mein Hund normalerweise ist und wie sehr ihn das verstört hat.
Wie gesagt: Der Hund kann in so einer Situation traumatisiert werden und wer weiss, was er in dem Augenblick verknüpft.
Ich sehe da schon wirklich massive Unterschiede.
Zwischen einer guten Sozialisierung und einer Reizüberflutung, derartige Action hat für mich dann eher Charakter der letzteren.
Würde ich meinen Hunden nicht zumuten und mit dem was ich denen zumute kommen die bestens klar ohne völlig verstört zu sein, insbesondere weil ich sie jedesmal aus so einer Lage rechtzeitig raushole.
Petra, ich komm gern mal zu ner kleinen privaten Grillfeier.
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"Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte.”
Aus Irland