Heute kam diese Mail :
Dringender Notruf an alle Tierschützer!
Stadt Emmerich erteilt Samtpfote Aufnahmeverbot für Katzen!
Die Stadt Emmerich versucht uns mit allen Mitteln zur Schließung unseres Vereins zu zwingen.
Unbegreiflich, und nicht mehr nachvollziehbar, ist die Haltung der Stadt gegenüber unserem Tierschutzverein.
Lest bitte zunächst unser Schreiben an den Regierungspräsidenten NRW, und wenn Ihr genau so fassungslos seit wie wir teilt diese Haltung der Stadt Emmerich bitte schriftlich mit.
Ihr dürft aber auch dort anrufen.
Es gibt in unserem Land immer noch das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Nach dem Schreiben fügen wir die entsprechenden E-Mail Adressen und Telefonnummern an.
Teilt Eure Haltung -bitte in netten Worten- auch dem Regierungspräsidenten mit, damit er die Dringlichkeit der Situation erkennt.
Für eine Copie aller Schreiben wären wir sehr dankbar.
Es hilft uns, wenn wir wissen das wir nicht alleine sind und andere mit uns für die Rechte der Tiere in Deutschland streiten.
Gabriele Hilbig
Samtpfote Emmerich am Rhein e.V.
Hilfe für ausgesetzte und misshandelte Katzen
Borgheeser Weg 95
46446 Emmerich
Tel. 02822 68 99 18
www.tierschutz-emmerich.de
Bankverbindung:
Sparkasse Emmerich-Rees
Konto: 10 88 60
BLZ: 358 500 00
Ein eigetragener, besonders
förderungswürdiger, gemeinnütziger Verein!
22.10.04
Bezirksregierung Düsseldorf
Regierungspräsident Büssow
Postfach 300865
40408 Düsseldorf
Sehr geehrter Herr Regierungspräsident Büssow,
in einer sehr dringlichen Angelegenheit benötigt der Tierschutzverein Samtpfote in Emmerich Ihre Hilfe!
Die Stadt Emmerich hat sich erdreistet gegenüber nachweislich ausgesetzten Hauskatzen ein Fütterungsverbot auszusprechen.
Sie beruft sich hierbei auf die Mustersatzung des Städte –und Gemeinde Bundes NRW, nach der das Füttern wildlebender Katzen und Tauben unter Strafandrohung verboten ist.
In Emmerich am Rhein gibt es keine solchen.
Katzen sind domestizierte Tiere. Die in unserem Lande frei lebenden Hauskatzen sind entlaufene oder ausgesetzte Tiere und deren Nachkommen. Wild lebende Katzen wie die Felis Sylvestris sind in Deutschland faktisch nicht bekannt.
Die Tiere sind uns als Tierschutzfall gemeldet worden und schwer krank.
Würden wir diesem Fütterungsverbot folgen, wäre das der Tod der Tiere, die sich wegen Krankheit nicht selbst versorgen können und auf Fütterung und medizinische Betreuung angewiesen sind.
Wir haben hier bereits Anzeige in mehreren Fällen gegen die Stadt Emmerich erstattet.
Es ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, Az. 303 Js 1348/04
Staatsanwaltschaft Kleve.
Die Anzeigen fügen wir Ihnen einzeln bei.
Obschon das Kreisveterinäramt sich gegen die Anordnung der Stadtverwaltung gestellt hat und schriftlich
mitteilte, dass Populationsminderung durch aushungern der Tiere in höchstem Maße tierschutzwidrig sei,
zieht die Stadt den ein mal eingeschlagenen Kurs durch und stellt sich damit klar gegen geltendes Tierschutzgesetz.
Heute nun trieb die Stadt, in ihrem Bestreben unseren Verein mundtot zu machen und unsere Tierschutzarbeit zu boykottieren, die Sache auf die Spitze.
Wir erhielten eine Anordnung per Boten zugestellt, deren Inhalt ist, dass wir zukünftig jedes Tier bei der Stadt Emmerich abzuliefern hätten.
Verantwortlich hierfür zeichnet der Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Emmerich, Herr van Kampen.
Er beruft sich auf § 967 BGB.
Aktenzeichen: FB4.2 vK
Die Stadt Emmerich führt damit den Tierschutz in unserem Land ad absurdum.
Würde die Stadt mit ihren diktatorischen Maßnahmen Erfolg haben und andere Städte sich anschließen
könnten unzählige Tierschutzvereine schließen.
Tierschutzvereine nehmen bundesweit geschundene, misshandelte Tiere auf, versorgen diese mit Futter und Medikamenten, sorgen für deren Kastration und Impfung und vermitteln diese dann in gute Hände.
Ein Aufnahmeverbot, denn nichts anderes war die heutige Amtshandlung des Herrn van Kampen,
sowie ein Fütterungsverbot von herrenlosen Katzen in der Stadt, für deren Aufnahme vielen Vereinen die Möglichkeiten fehlen, würde bedeuten, dass Tierschutz in Deutschland zum sterben verurteilt wäre, mit Sicherheit aber in der Stadt Emmerich .
Am Mittwoch den 20.10.04, war das Kreisveterinäramt zu einen Vorort Termin bei uns.
Es wurde, wie immer, nichts beanstandet.
Umso weniger sind die Maßnahmen des Herrn van Kampen nachzuvollziehen.
Diese Angelegenheit hat höchste Priorität, damit zukünftig keine machthungrigen Mitarbeiter einer Behörde sich anmaßen können augagierten Tierschützern das Leben schwer zu machen.
Folge davon wäre unsägliches Leid tausender und abertausender Tiere.
Es gibt kaum ein Tierheim, welches die Aufgabestellungen in Sachen Tierschutz so gut und flexibel in der Lage ist zu lösen, wie die Tierschutzvereine vor Ort, die zum einen nicht die katastrophale Überbelegung von Tierheimen haben, zum anderen mehr Möglichkeiten auf die Belange der Tiere einzugehen als ein Tierheim.
Viele Tiere, die wegen nicht Vermittelbarkeit im Tierheim eingeschläfert würden, erhalten so noch ein Gnadenbrot bei tierlieben Menschen.
Grund und Auslöser für all die Querelen in unserer Stadt war ein Antrag von uns auf finanzielle Unterstützung und der Bitte uns ein Haus für die Unterbringung der Tiere zur Verfügung zu stellen.
Beides wurde abgelehnt.
Nachdem wir das Fütterungsverbot erhalten haben, haben wir von der Stadt die Unterbringung von
60 Fundtieren gefordert.
Dieser Aufforderung wurde nicht nachgekommen.
So bleibt uns keine andere Wahl als diese Tiere nun, entgegen dem Fütterungsverbot, weiter zu versorgen.
Wir hatten beim Rat der Stadt Emmerich beantragt das Fütterungsverbot für unseren Tierschutzverein auszusetzen.
Unserem Widerspruch wurde bis heute, nicht abgeholfen. Es sind mittlerweile drei Monate verstrichen.
Wir sind der Meinung das die Stadt Emmerich sowie die Kommunal Politiker der Stadt Emmerich hier Amtsmissbrauch betreiben.
Wir bitten dringend darum, dass Sie sich dieser Angelegenheit annehmen und hier Abhilfe schaffen.
Des weiteren weisen wir auf den Hauptverursacher allen Übels hin.
Dies ist der Gemeinde- und Städte Bund NRW, der mit seiner Mustersatzung der Verursacher unsäglichen Tierleides ist.
Die am heutigen Tag gestellte Anzeige gegen diesen fügen wir unserem Schreiben an Sie bei.
Auch hier bitten wir Sie, Herr Regierungspräsident sich für eine Reglung einzusetzen, die den Haustieren deutscher Bürger gerecht wird.
Auf Ihre Hilfe und Unterstützung hoffend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.
Gabriele Hilbig
Erste Vorsitzende
Telefonnummern bei der Stadt Emmerich:
Stadtverwaltung: 02822 750 falls Ihr mal nicht durchkommt.
Vorzimmer Bürgermeister Diks: 02822 75227
Wir wollen die Arbeit des Bürgermeisters nicht blockieren.
Vorzimmer: E-Mail:
C.Keikus@stadt-emmerich.de
Ordnungsamtsleiter Herr van Kampen:02822 75 239
Fax: 02822 75 340
E-Mail:
Thomas.van.Kampen@Stadt-Emmerich.de
Regierungspräsident
Bezirksregierung Düsseldorf
Herr Regierungspräsident Büssow
Postfach 300 865
40408 Düsseldorf
E-Mail:
juergen.buessow@brd.nrw.de
Wir danken Euch im Namen aller herrenlosen, ausgesetzen Katzen in Emmerich, für Eure Unterstützung.
Gabi Hilbig