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Arbeit mit Tele verboten ? Aufklärung !
Dieses Thema hat insgesamt 443 Antworten und wurde bereits 9204 mal aufgerufen.

Antwort
 
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  #1  
Alt 14.03.2001, 11:19
Hunter Hunter ist offline
Kleiner Kampfschmuser
 
Registriert seit: 18.02.2001
Ort: D-38126 Braunschweig
Beiträge: 21
eg Arbeit mit Tele verboten ? Aufklärung !


Hallo Hundefreunde,
ich freue mich über die rege Resonanz auf meine Frage "Hilfe - Arbeit mit Teletac" . Eine Ausbildung von Tieren, gleich welcher Art sollte immer human und tierschutzgerecht sein. Aber: Ich kann das Gerede über Ausbildung ohne Strafen nicht tolerieren und es erreicht so langsam meine Schmerzgrenze. Zwang bei Ausbildung hat nichts mit Prügeln oder Tierquälerei zu tun. Jeder sollte sich mal Fragen warum soviele Problemhunde im Tierheim abgegeben werden und dort ein trauriges dasein fristen. Sicher sind dort Hunde dabei die mit einer entsprechenden Ausbildung hätten korrigiert werden könnten - von Anfang an. Und damit wäre ich beim Thema Teletak ! Verbietet jemand Messer und Gabel ? Glaube nicht ! Ich kann damit essen ober jemand töten kommt immer auf die Anwendung an. Genauso ist es mit dem Tele. Ich habe hier eine, wie ich meine, interessante Sammlung zusammengestellt und jeder sollte für sich selbst entscheiden. Und nochmal wir reden hier über Geräte der neusten Generation unter fachlichem Einsatz. Die Themen sind gegliedert und können sicherlich in Form von Volltextsuche angesprochen werden . Quelle: Kynologische Arbeitsgemeinschaft, Stückhauser Str.42, 26939 Ovelgönne "Stromreizgeräte in der Korrekturerziehung von Hunden "

Thema 1 Statistik Hunde mit problematischem Verhalten
Thema 2 Beobachtungen beim Einsatz des TELETAKT-Gerätes bei der Umerziehung triebstarker Hunde:
Thema 3 Grundlagen einer tierschutzgerechten Ausbildung von Hunden; herausgegeben vom VDH (1999)
Thema 4 Rechtsgutachten Zulässigkeit der Verwendung von Elektroreizgeräten nach dem neuen Tierschutzgesetz

Thema 1 Statistik Hunde mit problematischem Verhalten

Statistik von Hunden mit problematischen Verhaltensweisen

Die Statistik bezieht sich auf Hunde, die aufgrund problematischer Verhaltensweisen zur stationären Ausbildung bzw. Umerziehung für ca. 3-6 Wochen in einer Hundeschule aufgenommen wurden. Die für ausschließlich eine Grunderziehung stationär aufgenommenen Hunde sowie Hundehalter, die ambulant ihren Hund in dieser Hundeschule (um-)erzogen haben, wurden nicht berücksichtigt.

Diese Statistik beruht auf die Auswertung der tierpsychologischen Fragebögen mit Angaben der Hundehalter sowie dem jeweiligen Ausbildungsergebnis. In der Statistik wurde erarbeitet, wieviele so genannte Problemhunde in den letzten 3 Jahren eine Ausbildung zum verkehrssicheren Familienbegleithund genossen haben, welches spezielle Problemverhalten vorhanden war, welche Rasse an den ersten 4 Stellen im Aggressivitätsbereich lagen und ob mit diesen Hunden eine vorherige, anderweitige Ausbildung getätigt wurde.

Folgendes Problemverhalten trat bei diesen Hunden auf:

· Hetzen, Jagen von freilebendem Wild, Radfahrern, Joggern, Autos, Mofas etc. Aggressionen gegenüber Menschen
· Aggressionen gegenüber Hunden
· Aggressionen gegenüber Menschen und Hunden
· Aggressionen gegenüber Menschen und Hunden mit zusätzlichem Hetzen, Jagen von freigebenden Tieren, sowie Radfahrern, Joggern etc.
· Aggressionen gegenüber Menschen und Wildern Aggressionen gegenüber Hunden und Wildern

Das Durchschnittsalter dieser Hunde betrug 2,5 Jahre. Daraus kann geschlossen werden, daß das Potential zum "Negativverhalten" bei diesen Hunden schon frühzeitig aufgetreten sein muß, welches aber von dem Hundehalter nicht erkannt bzw. aus Unkenntnis nicht behandelt wurde.

Insgesamt wurden 267 Problemhunde mit Erfolg durch die Hundeschule umerzogen. Zwei Hunde mußten der Euthanasie zugeführt werden, da der Aggressionstrieb dieser beiden Hunde (Golden Retriever, Kaukasischer Owtscharka) gegenüber Menschen zu stark ausgeprägt und nicht berechenbar war, so daß die Hundeschule zur Einschläferung geraten hat. Von diesen 269 so genannten Problemhunden waren 137 Hunde vor Beginn der Umerziehung durch die Hundeschule durchschnittlich 1 Jahr lang in einer anderen Ausbildung. Hiervon wurden 90 Hunde auf Hundesportplätzen und 22 Hunde in einer Hundeschule trainiert. 25 Hunde wurden privat unterrichtet. Diesen 137 Hunden konnte während der vorhergehenden längerfristigen Ausbildung das eigentliche Problemverhalten nicht abgewöhnt werden. Viele waren weiterhin eine Gefahr für die Umwelt und fielen öffentlich negativ auf, so daß diese Hunde bei Außenkontakten nur noch angeleint und mit Maulkorb geführt werden konnten, was die Aggressionsbereitschaft noch verstärkte. Einige dieser Hundebesitzer sahen die Ausbildung in dieser Hundeschule als letzten Versuch, da bereits Auflagen von Ordnungsämtern vorlagen, Tierärzte und andere Ausbilder oftmals bereits zum Einschläfern des Hundes geraten hatten.

Die hervorhebenden Rassen im Aggressionsbereich waren 1996-.

1. Mischling
2. Deutscher Schäferhund
3. Golden Retriever, Berner Sennenhund, Rottweiler
4. Dobermann, Boxer, Bullterrier

Die hervorhebenden Rassen im Aggressionsbereich waren 1997:

1. Deutscher Schäferhund
2. Mischling, Dobermann
3. Rottweiler, Golden Retriever, Bouvier des Flandres
4. Weimaraner, Bearded Collie, Hovawart, Rhodesian-Ridgeback, Pyrenäen Berghund,
Bernhardiner, Labrador, Zwergschnauzer, Beagle, Leonberger, Kuvasz, Berner Sennenhund

Die hervorhebenden Rassen im Aggressionsbereich waren 1998:

1. Deutscher Schäferhund
2. Mischling
3.Dobermann
4. Hovawart, Mittelschnauzer, Kaukasischer Owtscharka

Insgesamt hetzten 127 Hunde freilebendes Wild, Katzen, Radfahrer, Jogger, Autos, Mofas etc.. 10 Hunde waren aggressiv gegenüber Artgenossen. 23 Hunde waren aggressiv gegenüber Hunden und zusätzlich gegenüber Menschen. 43 Hunde zeigten Aggressionen bei Hunden, Menschen und hetzten zusätzlich freilebendes Wild, Katzen, Radfahrer, Jogger, Autos, Mofas etc.. 14 Hunde zeigten Aggressionen gegenüber Menschen und hetzten Wild etc.. 42 Hunde zeigten Aggressionen gegenüber Hunden und hetzten zusätzlich Wild etc.. 1 0 Hunde waren aggressiv gegenüber Menschen.

Nachweislich wurden diese Hunde mit Erfolg in der Hundeschule umerzogen und resozialisiert. Nach der Umerziehung des Hundes wurde der Hundehalter an mehreren Tagen in Theorie und Praxis geschult, um ihm aufzuzeigen, wie er mit seinem Hund richtig kommuniziert und um die Verhaltensweisen seines Hundes aufzuschlüsseln. Bei Rückfrage ca. drei Monate nach der Umerziehung konnten 96% der Hundehalter bestätigen, daß das vorgehende Problemverhalten nicht wieder aufgetreten ist. Es muß davon ausgegangen werden, daß 4% der Hundehalter nicht in der Lage waren, ihre Hunde in dem vorgegebenen Leistungsstand zu halten. Erfahrungsgemäß tragen umweltbedingte und emotionale Gründe vorrangig zu dem wieder auftretenden Problemverhalten bei. In der Umerziehung und Therapie wurde nach Ausschöpfung aller herkömmlichen Mittel noch vorhandenes Negativverhalten, wie z.B. Aggressionsverhalten, sowie das Wildern und Hetzen der Hunde durch fachliche Arbeit mit einem Reizstromgerät korrigiert.

Es wurde so eingesetzt, daß die Hunde die Strafe, welche in Form eines Schreckens durch einen Impuls ausgelöst wurde, mit ihrem Fehlverhalten in Verbindung gesetzt haben und nicht mit dem Führer, denn dann hätte der Hund das Negativverhalten bei einem Führerwechsel wieder gezeigt.
Die Anwendung von Stromreizgeräten führte bei fast allen aufgeführten Hunden zu einem so genannten Korrekturverhalten. Eine Änderung des Verhaltens war mit herkömmlichen Mitteln vorher nicht zu erreichen. Nachträgliche Verhaltensstörungen durch die Anwendung von Stromreizgeräten wurden durch die Hundehalter nicht festgestellt.

Christine Kleier
Kynologin

Thema 2 Beobachtungen beim Einsatz des TELETAKT-Gerätes bei der Urnerziehung triebstarker Hunde:

Die nachfolgenden Eindrücke wurden bei der normalen Umerziehung von etwa 10 erwachsenen Hunden verschiedener Rassen und Mischlinge gewonnen. In etlichen Publikationen wurden für und wider von Tele-Impuls-Geräten ausführlich diskutiert, deshalb hier nicht wiederholt. Unbeschadet akzeptabler moralischer, ethischer, religiöser und weiterer Komponenten vereinfacht sich mir unter praktischen Gesichtspunkten die gesamte Problematik auf 2 Kernfragen:

1. Welche Alternativen gibt es zur Beherrschung eines triebstarken "Problemhundes"?
Nur wenige Möglichkeiten sind real
Zwingerhaltung
ständiger Maulkorb- und Leinenzwang

Meiner Meinung nach stellt nur die Umerziehung, auch im Sinne der Tierliebe und des Tierschutzes, die vernünftige Alternative dar.

2. Welche Methoden einer Umerziehung triebstarker Problemhunde sind gebräuchlich?
Die Betonung liegt nicht ohne Grund auf triebstark. Als klassisches Beispiel für triebstarkes Verhalten eines Hundes dient zu Recht die Aggression gegen Tiere (Wildern) oder Menschen. Für ängstliche, wesensschwache oder traumatisierte Hunde scheint mir eine Umerziehung mit Zwang / Gewalt / "Schmerz" ungeeignet.
Eine "antiautoritäre" Erziehung von triebstarken Hunden halte ich für unmöglich. Es bleibt also für die Erziehung nur die angemessene Anwendung von Lob und Tadel, Sozialisation, Training usw. . Zwang und körperliche Gewalt oder andere Formen sind dabei, besonders beim erwachsenen Hund und in "Krisensituationen" nicht auszuschließen. In Problemsituationen wie z.B. dem Aggressionstrieb mancher Hunde gegen Katzen, helfen weder Leckerli noch gutes Zureden. Die Möglichkeiten der Gewaltanwendung reduzieren sich auf Stachelhalsband, Schläge oder Elektroimpulse. Gemessen an den Methoden der klassischen "par force"-Dressur scheint mir die Anwendung von Elektroimpulsen weniger belastend, dauerhafter im Erfolg und damit für Problemfälle geeigneter zu sein.

Obwohl die Bedingungen und Voraussetzungen zur Anwendung von Strom-Reiz-Geräten hinreichend publiziert sind, möchte ich folgende Kardinalforderungen wiederholen: Impulsgeräte (unbedingt zuverlässige!) gehören in die Hand eines Kundigen. Er muss mehr als die Bedienungsanleitung verstehen und z.B. Anwendungssituationen trainiert haben. Anwendung nur zur Korrekturerziehung dafür geeigneter Hunde sorgfältiger (fester) Sitz der Elektroden, sonst Gefahr des "Lichtbogens" und der "Strommarken" im Gewebe, wie sie von Elektro-Unfällen bekannt sind.
Arbeit mit der Minimalspannung, die für jeden Hund zu ermitteln ist.

Bei den von mir beobachteten Hunden handelte es sich um Problemtiere, die nicht selten eine Reihe mehr oder wenig erfolgreicher "Umerziehungen" absolviert hatten. Wie allgemein bekannt, liegt das Hauptproblem selten oder allein beim Tier. Nach Stabilisierung des Grundgehorsams mit den klassischen Methoden wurden Teletakt-Geräte zur Unterdrückung folgender Triebhandlungen eingesetzt:

Aggressionen gegen Tiere und Menschen
Ungehorsam in Form von zerstörerischem "Vandalismus"
In allen Fällen war die vorangehende energische Arbeit mit dem Schon-Ruckhalsband für Krisensituationen nicht ausreichend.

Den Erfolg der Elektro-Stimulation empfand ich als beeindruckend. In der akuten Situation genügte fast immer ein einziger Impuls, um die Aggressionshandlung des Tieres zu stoppen. Trat Minuten oder Stunden später die gleiche Konfliktsituation nochmals auf, genügte wohl immer ein einziger Impuls zur Unterbrechung der Triebhandlung. Die "Wirkungsdauer" eines Stromimpulses hält nach meinem Eindruck bei Stabilisierung des Hundes mit Sicherheit Tage (Wochen), nach mehreren Bekräftigungen sicherlich sehr lange (Monate, Jahre) an.

Die Reaktion des Tieres auf einen wirksamen Impuls legt den Vergleich mit einem starken Schmerzreiz nahe. Die meisten Hunde reagieren mit "Schmerzlauten" und oder Meidebewegungen. Unter neurophysiologischen Aspekten könnte man an das "Löschungsphänomen" einer ablaufenden Erregung der "Handlung" durch einen dominierenden (stärkeren) Impuls (Reiz) denken. Das motorische Verhalten der von mir beobachteten Tiere normalisiert sich nach Sekunden. Im Verhalten zum Hundeführer wurden von mir keine Aggressionen oder Meideverhalten beobachtet. Möglicherweise erfolgt beim Tier in erster Linie die Verknüpfung von Handlung / Situation mit dem Impuls, nicht mit dem Hundeführer. Für diese Annahme spricht auch das unveränderte Verhalten der Tiere gegenüber Erzieher / Hundeführer. Eine Verhaltens- oder Wesensänderung konnte ich bei einer Nachbeobachtungszeit von etwa einer Woche nicht feststellen.

Bei einer kritischen angemessenen Anwendung von Impulsgeräten in Problemsituationen oder bei Problemtieren halte ich spätere Verhaltensstörungen für unwahrscheinlich. Entsprechende experimentelle - sicher aufwendige - Untersuchungen müssten allerdings den wissenschaftlichen Beweis dieser Einschätzung untermauern.

Fazit

Mit Blick auf die Alternativen zur Umerziehung von Problemhunden, der Verhältnismäßigkeit der Mittel bei der Begrenzung eines "Gefahrenpotentials" und unter Beachtung einer fachkundigen und angemessenen Anwendung scheint mir gegenwärtig der Gebrauch von TeleImpulsgeräten bei Hunden eine vernünftige Alternative.

Prof. Dr. med. habil. Hansgeorg Hüller
Facharzt f ür Pharmakologie und Toxikologie


Thema 3 Grundlagen einer tierschutzgerechten Ausbildung von Hunden; herausgegeben vom VDH (1999)

Das Auftragsgutachten der Frau Dr. Feddersen-Petersen ist meiner Meinung nach erstellt worden, um die Auftraggeber in bestimmten Bereichen zu unterstützen. Dies ist an ihrer eigenen einseitigen Darstellung und an der teilweise einseitigen Darstellung von wissenschaftlichen Berichten und Auszügen zu ersehen. Viele namhafte Wissenschaftler und Verhaltenstherapeuten befürworten die sachgerechte Arbeit mit dem Stromreizgerät in den Bereichen der Korrekturerziehung von verhaltensauffälligen Hunden. Z.B. schreibt der von Frau Dr. Feddersen-Petersen angeführte Wiener Verhaltensspezialist Dr. Ferdinand Brunner bezüglich Strom und der Anwendung von Stromreizgeräten in der Hundeausbildung:

'Der Gebrauch elektrischer Strafreize im Rahmen der Haustierhaltung ist an sich eine jahrzehntelang bekannte und bewährte Methode - man denke beispielsweise nur an die vielerorts verwendeten elektrischen Weidezäune " (1 997)"Alle Übungen, die wir nicht mit der "langen Leine" oder mit einer "Wurfkette" oder der sogenannten "Zwille'(kleine Steinschleuder) mühsam oderzeitraubend durchexerzieren müssen, können mit solch einem Gerät viel einfacher und wirksamer vorgenommen werden. "
"Hoffnungslosen Wilderem und Streunem konnte z.B. mit nur 4 bis 6 Lektionen diese unerwünschte Verhaltensweise für immer abgewöhnt werden.' (1 975)

Daniel Tortorra, studierte und promovierte in Psychologie im Staat Michigan, spezialisierte sich auf Tierpsychologie und lehrt und forscht an Universitätsinstituten in den USA, schreibt u.a. 1977.

"Der zweite Teil des Anfalls - die Raserei und das Selbstbeißen wurde behandelt, in dem der Hund einen eine
Sekunde dauernden, zwei Mitliamp@re starken Schock in den Nacken erhielt, wenn er sich oder mich biss. (Ich trug einen Schutzanzug und Handschuhe). Zwischen den einzelnen Schocks waren kurze Pausen eingebaut, bis das Beißen aufgehört hatte. Zwei Schockserien mit je fünf Schocks erreichten ein völliges Aufhören der Beißerei. "

Dr h.c. Konrad Most, Ehrenmitglied der Gesellschaft für Hundeforschung und der Gesellschaft für tierpsychologie, überarbeitet von Fritz Rasch schreibt u.a.:
ohne Zwang keine menschliche Erziehung und hundliche Abrichtung.' "Das ist nur möglich, wenn der Hund erfährt, das Jagen von Wild tut weh. Hierzu ist erforderlich, dass der Schmerz einsetzt, während der Hundjagt, nicht etwa nachdem seine Jagd beendet ist. "
"in demjenigen Lernabschnitt der Abrichtung, in dem sich beim Hund infolge stets gleichartiger lustvoller Erlebnisse beim Herankommen ein freudiges Zueilen auf den Herrn herausgebildet hat, wäre das denkbar wirksamste Mittel für die erstrebte Verstärkung des "hier' oder Pfiffs: Ein Gerät, welches ohne wahmehmbare Verbindung zum Hund ermöglichte, ihn zu erschrecken, in welcher Entfernung er sich auch immer von seinem Herrn befände. "

Das Kapitel V. des Gutachtens von Frau Dr. Feddersen-Petersen lässt den Gedanken aufkommen, dass hier nicht im Sinne des Tierschutzgesetzes sachlich vorgegangen wurde. Ihre Beschreibung der Versuche zeigt auf, dass diese Versuche in inkompetenter Art und Weise durchgeführt wurden. Die von ihr beschriebenen Reaktionen der Hunde können nur auftreten, wenn die Tätigkeit tierpsychologisch falsch aufgebaut ist und der Anwender Grundprinzipien missbraucht.

Da diese Behauptung unter Beweis zu stellen ist, wurde am 09.10.99 in der Hundeschule Heßling GmbH eine Vorführung veranlasst, an der a) ein Tierpsychologe, b) ein Verhaltenstrainer für Hunde, c) ein praktizierender Tierarzt, d) ein Tierarzt eines Veterinäramtes, e) ein Professor aus dem Bereich der Schmerzforschung, f) ein privater Hundeführer und g) ein Kriminalbeamter teilnahmen.

Die Triebfähigkeit der getesteten Hunde bestand aus a) Jagdverhalten und b) Aggressionsverhalten Artgenossen gegenüber. Die Hunde waren durch eine Fachperson vorhergehend im Bereich der so genannten Unterordnung über längere Zeit über geschult worden. Eine Arbeit mit dem Stromreizgerät vor dem Versuch wurde nicht getätigt. Die Anwendungsstärke wurde typgerecht eingesetzt. In den unteren Bereichen zeigten die Hunde keine äußerlich erkennbaren Reaktionen, zeigten aber auch nicht das erwünschte Verhalten. Erst bei mittlerer und höchster lmpulsstärke zeigten die Hunde erwünschtes Verhalten.

Die Reaktionen der Hunde waren z.T unterschiedlich, z.B. gab ein Hund einen kurzen Schreck- oder Schmerzlaut von sich und befolgte sofort sein vorab gegebenes Hörzeichen oder die Hunde zeigten äußerlich nur eine Gehorsamsreaktion. Bewusst wurde das anschließende Sozial- oder Ausdrucksverhalten der Hunde von den anwesenden Personen beobachtet. Einheitlich wurde festgestellt, dass keine der von Frau Dr. Feddersen-Petersen in ihren Versuchen festgestellten Reaktionen zu beobachten waren. Nach der Anwendung des Stromreizgerätes wurden ca. 3 Minuten später die Hunde zum Spiel animiert und aufgefordert, was diese auch uneingeschränkt taten.

Weiterhin bestätigten viele Verhaltenstherapeuten und auch Hundebesitzer nach der Schulung auf Anfrage und durch schriftliche Belege, dass die von Frau Dr. Feddersen-Petersen beschriebenen Folgeerscheinungen nicht vorhanden sind oder waren.

Es nahmen bereits vor längerer Zeit Personen aus dem Bereich des Tierschutzes an einem Versuch mit eigenen Hunden teil und bestätigten schriftlich den Erfolg der Ausbildungsmethode mit dem Stromreizgerät für triebstarke Hunde.

Frau Dr. Feddersen-Petersen wurde von mir schon des öfteren gebeten, sich einmal eine fachlich richtig durchgef ührte Korrekturerziehung mit dem Stromreizgerät anzusehen. Dieses wurde von Frau Dr. Feddersen-Petersen regelmäßig abgelehnt. Es muss davon ausgegangen werden, dass sie im Fall einer Teilnahme und im Beisein von Tierärzten hätte bestätigen müssen, dass ihre Vorwürfe und bisherige Darstellung falsch wären.

Frau Dr. Feddersen-Petersen bezieht sich in ihrem Gutachten auf rechtskräftige Urteile. Auch hier muss gesagt werden, dass sie nur die Urteile ausschöpft, die auf ein Vergehen mit Stromreizgeräten hinweisen. Auf Verfahren, wie z.B. der Staatsanwaftschaft beim Landgericht München 11 unter dem Aktz. 14 J S 2120/31 wird nicht hingewiesen. In dem Ermittlungsverfahren wurde einer Person zur Last gelegt, dass sie aufgrund einer Arbeit mit einem Stromreizgerät gegen das Tierschutzgesetz verstoßen habe. Die Mitteilung der Staatsanwaltschaft lautete u.a.: "Bei sachgemäßem Einsatz des Tetetaktgerätes, von dem im vorliegenden Fall ausgegangen werden muss, wurde dem Tier als Folge von Ungehorsam deutlich spürbare Stromschläge von sehr kurzer Dauer zugefügt, die jedoch nicht die Intensität "erhebliche Schmerzen" im Sinne von § 17 Nr. 2 im TierSchG erreichten. Auch hinsichtlich derpsychischen Einwirkung auf das Tierbestehen keinerleianhaftspunkte für die Annahme eines Vergehens der Tierquälerei.'

In einem Prozess gegen eine bekannte Hundeschule musste geklärt werden, ob eine Hundeerziehung ohne Strafe, wie dies in der Werbung der Hundeschule dargelegt wurde, möglich sei. Als Sachverständiger wurde Prof. Dr. Dr. H. Hendrichs, Fakultät für Biologie an der Universität Bielefeld benannt. In seinem Gutachten schrieb der Sachverständige u.a.: "Elektrische Strafreizgeräte (leichte Stromstöße aus einem Gerät von einigen 100 Gramm, lmputsstärke verstellbar, u. U. begleitet von einem Pfeifton) erlauben eine gezielte Einwirkung auf den Hund aus einer Entfernung von einigen hundert Metem. Dieses Mittel sollte knapp und vorsichtig eingesetzt werden, von erfahrenen Ausbildem und nach der Grundausbildung eines Hundes, der vorher mit einer Attrappe an das Tragen des Gewichtes gewöhnt werden muss. Es bietet dann aber eine sehr wichtige Einwirkungsmöglichkeit und erlaubt noch die Ausbildung eines guten Hundes mit etwas schwieriger Eigenschaft, deren Ausbildung ohne diese Möglichkeit schwerfallen würde. "

Wie in den vorhergehenden Verfahren zu ersehen, ist die Rechtslage immer abhängig vom Einzelfall. Dies ist richtig und auch notwendig, da mit einem Stromreizgerät wie mit jedem anderen Ausbildungsmittel auch, ein Missbrauch am Tier betrieben werden kann.

Gleichzeitig wird aber nachgewiesenermaßen durch die Anwendung des Gerätes eventuell eine Körperverletzung oder Schlimmeres verhindert. Immer wiederkehrende Pressemeldungen über Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden könnten dadurch eingeschränkt werden.

Große Verbände und Arbeitsgemeinschaften, die sich mit der praxisbezogenen Ausbildung von Hunden befassen, befürworten die differenzierte Arbeit mit Stromreizgeräten, so z.B. auch der Arbeitskreis Hundeausbildung und Tierschutzrecht.
Anderweitige Geräte, die Lautäußerungen und Bewegungsabläufe automatisch hemmen, sind mit dem gezielten Einsatz von Stromreizgeräten bei der Korrekturerziehung von Hunden nicht gleichzusetzen, wie dies Frau Dr. Feddersen-Petersen in ihrem Gutachten zu suggerieren versucht.

Zu Beginn meinertätigkeit in der Hundeausbildung wurde das Stromreizgerät von mir persönlich aus emotionaler Sicht abgelehnt. Nach fünfjähriger Berufserfahrung mit zwischenzeitlichen Besuchen von Lehrgängen bei anerkannten Therapeuten, Tierärzten und Biologen sowie Hundeausbildern und zwei eigenen aufgrund ihres Jagdtriebes überfahrenen Hunden, wurde mir bewusst, dass es keine Alternativmöglichkeit für bestimmte Bereiche in der Hundeausbildung gibt. Nun, nach über zwanzig Jahren beruflicher Erfahrung mit Hunden, bin ich davon überzeugt, dass es keine andere Möglichkeit gibt, triebstarke Hunde schonender und dauerhafter zu korrigieren als mit dem Stromreizgerät. In einigen Publikationen von Frau Dr. Feddersen-Petersen wird ausschliesslich eine sehr einseitige positive Einflussnahme auf das Verhalten des Hundes in der Erziehung gezeigt. Leider habe ich bisher noch keine klaren Aussagen über eine konkrete Maßnahme zum Einfluss auf Verhaltensweisen von Hunden, die sich z.B. außerhalb des Einwirkungskreises vom Hundehalter befinden, erhalten oder gesehen.

Die Gefahr in dem Stromreizgerät liegt nicht in dem Gerät selbst, sondern in dessen unsachlicher Anwendung. Wie schon erwähnt, befürworten viele Fachleute eindeutig die Arbeit mit Stromreizgeräten.

Hier einige Zitate:
Ein erfahrener Tierarzt: "ich möchte der Behauptung Prof. Dr. Krafts, die Anwendung des Teletakt-Gerätes - auch nur in bestimmten Situationen - sei Tierquälerei, widersprechen, denn dann müsste man davon ausgehen, dassjegliche Hundeerziehung Tierquälerei ist, da sie sowohl mit Schmerz als auch mit Unterwerfung verbunden ist, man denke nur an die z. T ausgesprochen harte Jagdhundeausbildung. "

Ein Veterinärdirektor teilte u.a. mit: "Teletakt ist bei sachgerechter Anwendung das wirksamste und tierschutzgerechteste Mittel bei der Jagdhundeabrichtung. "

Eine tiermedizinische Hochschule schreibt u.a.: "Durch die Geräte hervorgerufene Schäden sind uns bisher nicht bekannt geworden. "

Nach Einholen von verschiedenen Gutachten aus unterschiedlichen Bereichen der Medizin ist erwiesen, dass keine körperlichen Folgeschäden durch die sachgerechte Anwendung eines Stromreizgerätes entstehen können (siehe Gutachten von Prot Dr. med. habil. Hüller).

Fazit:
Das Stromreizgerät bei sachgerechter und gezielter Anwendung zur Korrekturerziehung triebstarker Hunde unter vorhergehender Ausschöpfung anderer Möglichkeiten ist unumgänglich, um dem Tier ein tierschutzgerechtes Leben zu ermöglichen und sein Umfeld zu schützen.

Theodor Heßling; Kynologe und Leiter der Hundeschule Heßling GmbH, Strückhauser Straße 42, 26939 Overgänne

Ovelgönne im November 1999


Weitere Aktivitäten

Trotz aller bisherigen Misserfolge wurden weitere Anfragen gestartet. So haben wir uns auch an den Deutschen Tierschutzbund e.V. gewandt, da uns bekannt wurde, dass auch dort renomierte Ausbilder, die ohne Reizgeräte zum Erfolg kommen, bekannt sind. Deshalb haben wir auch den Deutschen Tierschutzbund um Benennung dieser Ausbilder gebeten.

Die uns erst auf nochmalige Anfrage zugekommene Antwort war leider sehr dürftig. Man verwies uns lediglich unter dem Hinweis auf § 3 Nr. 1 1 des Tierschutzgesetzes auf das Verbot von Elektroreizgeräten in der Hundeausbildurig, da es erwiesenermaßen andere, tierschonende und artgerechte Ausbildungsmethoden für Hunde gibt, die den Einsatz solcher Geräte nicht erforderlich machen 1. Bezüglich der Benennung der renomierten Ausbilder wurde uns u.a. lediglich mitgeteilt, dass es nicht Aufgabe des Deutschen Tierschutzbundes e.V. sein kann, eine Auflistung von Hundeausbildungsstätten zu erstellen, was auch nicht das Ziel unsereranfrage war. Man gewinntden Eindruck, dass auch beim DeutschenTierschutzbund e.V. keine Ausbilder mit entsprechenden Alternativmethoden für die Umerziehung triebstarker Hunde bekannt sind. Im Übrigen ergibt sich ein generelles Verbot von Elektroreizgeräten in der Hundeausbildung aus § 3 des Tierschutzgesetzes, so wie es der Deutsche Tierschutzbund e.V. sieht, zur Zeit nicht. Diese Auffassung wurde uns auf Anfrage durch eine entsprechende Mitteilung des zuständigen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bestätigt.

Auch haben wir insgesamt 5 Tierkliniken, Hochschulen und staatliche Veterinäruntersuchungsämter mit der Bitte angeschrieben, uns Fälle zu benennen, in denen bei sachgemäßer Anwendung von Stromreizgeräten Hunde körperliche Schäden erlitten haben. Alle Angeschriebenen haben auf unsere Anfragen geantwortet. Jedoch konnte keiner der Angeschriebenen aus der Praxis über entsprechende Fälle berichten.


Fazit

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die in dem Gutachten von Frau Dr. Dorit FeddersenPetersen genannten Alternativmethoden nicht bekannt sind und derzeit anscheinend, trotz aller unternommenen Anstrengungen, auch nicht zu belegen sind. Offensichtlich ist keiner der von uns angeschriebenen "Fachleute" in der Lage, entsprechende Erfolge nachzuweisen oder gar in irgendeiner Art und Weise bereit, die angeblichen Erfolge in der Praxis unter Beweis zu stellen und zu belegen. Bleibt also nur anzunehmen, dass es sich hierbei lediglich um theoretische Möglichkeiten handelt, die in der Praxis bei der Umerziehung triebstarker Hunde nicht erfolgreich umsetzbar sind. Für anders lautende Meinungen und vor allem nach-

weisbare Erfolge bei der Umerziehung triebstarker Hunde mit Alternativmethoden bleiben wir selbstverständlich weiterhin offen.

Die durch die oben aufgeführten und geschilderten Aktivitäten gesammelten Erfahrungen bestätigen unsere Einschätzungen aus den täglichen Gesprächen mit vielen hilf- und ratlosen Hundehaltern. Wenn es tatsächlich so viele Experten auf dem Gebiet der Umerziehung triebstarker Hunde ohne Stromreizgeräte geben sollte, wie dies in dem Gutachten von Frau Dr. Dorit Feddersen-Petersen suggeriert wird, müssten unseres Erachtens weit weniger Anrufe bei der Hundeschulenvermittlung auflaufen. Bleibt aus unserer Sicht und vor allem im Interesse aller verhaltensauffälligen Hunde nur zu hoffen, dass diesen Hunden weiterhin geholfen werden kann.

Jens Duden, 36 Jahre, Diplom-Verwaltungswirt (FH), mit der Wahrnehmung Ehrenämter Redaktion, Pressestelle und Hundeschulenvermittlung einer kynologischen Arbeitsgemeinschaft beauftragt verfasst im September 1999


Thema 4 Rechtsgutachten Zulässigkeit der Verwendung von Elektroreizgeräten nach dem neuen Tierschutzgesetz

Seit dem 01.06.1998 gilt das neue Tierschutzgesetz. Die einzelnen Verbote in § 3 TierSchG
wurden grundlegend überarbeitet und teilweise neu gefaßt. Neu ist eine Regelung über
direkte Stromeinwirkungen auf Tiere, § 3 Nr. 1 1 TierSchG.


A. Fragestellung

Von Gegnern der Anwendung des Elektroreizgerätes wird verschiedentlich geäußert, nunmehr enthalte das Tierschutzgesetz ein explizites Verbot von Elektroreizgeräten.

Gegenstand der vorliegenden Prüfung ist die Frage, ob das Tierschutzgesetz jede Anwendung des Elektroreizgerätes verbietet oder insoweit eine differenzierte Betrachtung zu erfolgen hat.

Neben der neu in das TierSchG eingefügfen Vorschrift des § 3 Nr. 1 1 sind die speziellen Tatbestände des § 3 Nr. 8 a (Ausbildung zu aggressivem Verhalten), Nr. 5 (Ausbildung/Training unter erheblichen Schmerzen) und Nr. 1 b (erhebliche Schmerzen bei Training bzw. Wettkämpfen) zu prüfen.

Anschließend soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit das gegenüber den speziellen Regelungen des § 3 TierSchG allgemeine Verbot des § 1 Satz 2 TierSchG, wonach niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf, bei der Verwendung des Elektroreizgerätes eingreifen kann.


B. Das Verbot in § 3 Nr. 1 1 TierSchG

Im Zentrum der Prüfung steht naturgemäß die Vorschrift des § 3 Nr. 1 1 TierSchG, nach der
es verboten ist,

.,ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadu

  #2  
Alt 19.11.2009, 19:56
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Huhu,

habe den Thread gerade durch Zufall entdeckt und habe einige Fragen dazu! Ich weiß, dass der Thread von 2001 ist. Aber vielleicht ist der Threadsteller ja noch aktiv oder jemand anders kann mir die Fragen beantworten

Zitat:
B. Das Verbot in § 3 Nr. 1 1 TierSchG

Im Zentrum der Prüfung steht naturgemäß die Vorschrift des § 3 Nr. 1 1 TierSchG, nach der
es verboten ist,

.,ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadu
Kommt da noch etwas?
Und ich habe noch eine Frage...

Zitat:
Das Verbot in § 3 Nr. 1 1 TierSchG
Ist es Nr. 11 oder bedeutet es was anderes?
__________________
Liebe Grüße aus Leverkusen wünschen

Vanessa & Luna
  #3  
Alt 19.11.2009, 20:11
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Standard AW: Arbeit mit Tele verboten ? Aufklärung !

das is ja mal geil: Hunter war schon vor der Gründung nicht mehr da, Letzte Aktivität: 01.01.1970 sorry fürs ot...

das ist ne 11 ja "11. ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten
eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur
Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder
Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften
zulässig ist."
__________________
Wo der Wolf jagt, wächst der Wald.
(russisches Sprichwort)
  #4  
Alt 19.11.2009, 20:18
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Zitat:
das is ja mal geil: Hunter war schon vor der Gründung nicht mehr da, Letzte Aktivität: 01.01.1970 sorry fürs ot...
Genau das hab ich auch gesehen! Daher hab ich ja gedacht, vielleicht könnte "Hunter" ja noch aktiv sein. Weil der Beitrag ja auch 2001 geschrieben wurde - also kann das ja mal gar nicht stimmen

Aber vielen Dank! Habs mir jetzt mit angefügt.
Im Text waren ja einige Rechtschreib- bzw. Tippfehler. Die habe ich korrigiert. Dann ist es etwas einfacher zu lesen.
__________________
Liebe Grüße aus Leverkusen wünschen

Vanessa & Luna
  #5  
Alt 19.11.2009, 20:29
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Standard AW: Arbeit mit Tele verboten ? Aufklärung !

OT: Das Datum ist vielleicht bei irgendeiner Serverumstellung so verändert worden? Hab ich in der Mitgliederkartei schon einige gesehen, die mit diesem Datum versehen sind.
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felis

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  #6  
Alt 06.02.2010, 04:30
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Standard AW: Arbeit mit Tele verboten ? Aufklärung !

Da das Thema an anderer Stelle geschlossen wurde, ich aber trotzdem die Kommentare dazu gelesen habe, muss ich meinen Senf hierzu auch abgeben.

Vorab sei gesagt, dass ich kein Teleimpulsgerät verwende, denn es ist ja schließlich auch verboten.

Zum eigentlichen Thema möchte ich anmerken, dass einige anscheinden eine falsche Vorstellung von den heutigen Geräten und einer fachmännischen Anwendung haben.

Der Impuls oder Stromschlag (wie auch immer) soll z.B. beim Training für jagdtriebige Hunde nicht dazu verwenden werden, um dem Hund etwas Neues beizubringen, oder ihn durch die Heftigkeit des Stromschlages abrupt in der Bewegung (Weiterrennen) zu stoppen, weil der Stromschlag so heftig ist, sondern das bereits Erlente Kommando (Halt, Stopp, oder wie auch immer ) auch auf größere Entfernung möglich zu machen bzw. einen Zugang zum Hund zu bekommen bzw. ihn aus einer Unkonzentrietheit wieder aufmerksam zu machen bzw. ihm einen Impuls zu geben, wenn er nicht mehr für das Kommando empfänglich ist. Mit anderen Worten soll der Hund lernen, dass er auch auf Entfernung noch einen Kanal frei lassen muss, um die Kommandos seines Herrchens mitzubekommen bzw. lernt er, dass das Herrchen auch auf großer Entfernung noch auf den hund einwirken kann.

Das setzt voraus, dass der Hund das Kommando gelernt hat und unter einer geringeren Entfernung und Ablenkung gut befolgt. Es soll also nicht so sein, dass der Hund auf einer Hasenwiese von der Leine genommen wird und wenn er in Richtung Hasen rennt, einen Stromschlag bekommt, dass er zwei Meter in die Lüfte springt und erst dadurch lernen soll, dass er das nicht machen darf. Es muss vorher schon mit anderen Mitteln der Gehorsam geübt worden sein. Die Schleppleine bietet hierzu eine gute Möglichkeit.

Allerdings ist der Einsatz einer Schleppleine nur bis zu einem geringen Maß sinnvoll. Ab einer bestimmten Länge ist eine Schleppleine nicht mehr sinnvoll, was ja jedem klar sein sollte. Ohne Schleppleine ist der Hund ab einer bestimmten Entfernung immer schlechter für Kommandos emfänglich. Je weiter der Hund entfernt ist, desto weniger bekommt er von dem mit, was Herrchen sagt.

Unabhängig davon, dass die Geräte heute nicht mit dem Teletakt von früher vergleichbar sind, bleibt die Einwirkung unangenehm und das soll sie bei sehr triebigen und schwer konzentrierbaren Hunden auch sein, denn die Theorie besagt, dass ein Kommando, dass mit positiver Schmerzeinwirkung gefestigt wird, länger und sicherer beim Hund sitzt. Das bedeut aber auch, dass das Erlernte irgendwann wieder trainiiert werden muss, weil die Wirkung irgendwann nachlässt.

Unabhängig davon, sollte man aber auch nicht vergessen, dass so ein Gerät auch schon dem einen oder anderen Hund das Leben gerettet hat bzw. ihm ein lebenslanges Dasein im Tierheim oder eine lebenslangen Maulkorb erspart haben. Es soll Hunde geben, die mit Leckerchen nicht davon abzu kriegen waren, auf jeden Hund los zu gehen.

Ich habe einiges darüber gelesen und auch erlebt, weil ich mich ganz einfach dafür interessiert habe. Schließlich bin ich aber für mich zur Erkenntnis gekommen, dass es für mich bzw. meinen Hund nichts ist, weil mein Hund nicht so treibig ist und schleißlich ist es ja auch verboten.

Ich kann aber auch Leute verstehen, die gerne ein solches Gerät fachmännisch anwenden würden, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, um an ihren Hund ran zu kommen, wenn dieser sich 300 Meter entfernt mit Hasen vergnügt.

Für Leute, die auch ein Leinenruck Tierquälerei ist, wird so ein Gerät auch inakzeptabel sein. Die anderen, die an der Leine rucken, Würgehalsbänder und Stachler benutzen, fügen einem Hund mehr zu, als das Beim Teleimpulsggerät der Fall ist.
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  #7  
Alt 06.02.2010, 09:42
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Zitat:
Zitat von Hunter Beitrag anzeigen
Jeder sollte sich mal Fragen warum soviele Problemhunde im Tierheim abgegeben werden und dort ein trauriges dasein fristen. Sicher sind dort Hunde dabei die mit einer entsprechenden Ausbildung hätten korrigiert werden könnten - von Anfang an.
Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Weil es so viele Hundeschulen, Hundetrainer, Psychologen, Therapeuten und Co gibt die am Hundehalter und Hund herumexperimentieren.
Weil die Hundehalter so verunsichert sind und den größten sch**** glauben und mitmachen und sich auch Probleme einreden lassen.

Und ein trauriges dasein fristen nicht alle Hunde im Tierheim, manche werden einfach nur das erste mal fair und wie ein normaler Hund behandelt.
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  #8  
Alt 06.02.2010, 09:51
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Zitat:
Zitat von Nileka Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von Hunter Beitrag anzeigen
Jeder sollte sich mal Fragen warum soviele Problemhunde im Tierheim abgegeben werden und dort ein trauriges dasein fristen. Sicher sind dort Hunde dabei die mit einer entsprechenden Ausbildung hätten korrigiert werden könnten - von Anfang an.
Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Weil es so viele Hundeschulen, Hundetrainer, Psychologen, Therapeuten und Co gibt die am Hundehalter und Hund herumexperimentieren.
Weil die Hundehalter so verunsichert sind und den größten sch**** glauben und mitmachen und sich auch Probleme einreden lassen.

Und ein trauriges dasein fristen nicht alle Hunde im Tierheim, manche werden einfach nur das erste mal fair und wie ein normaler Hund behandelt.

Wahre Worte.

Zu den Teletakt Geräten generell. Es mag schon möglich sein, dass sie bei bestimmten Hunden, sinnvoll angewand, von Nutzen sind.
Jetzt kommt das grosse ABER, wieviele HH könnten und würden sie WIRKLICH sinnvoll nutzen können und wollen...... Mir wird schon bei dem Gedanken schlecht wenn ich daran denke was für ein Schindluder damit getrieben werden würde.

Ein ganz klares JA zum Verbot.
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  #9  
Alt 06.02.2010, 09:54
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Ein ganz klares JA zum Verbot.
Eigentlich bin ich deiner Meinung, ich hab aber schon Hunde gesehen, die erfolgreich gegens Jagen therapiert wurden und danach ein entspanntes Leben ohne Leine führen konnten...
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  #10  
Alt 06.02.2010, 09:57
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Ein ganz klares JA zum Verbot.
Eigentlich bin ich deiner Meinung, ich hab aber schon Hunde gesehen, die erfolgreich gegens Jagen therapiert wurden und danach ein entspanntes Leben ohne Leine führen konnten...

Das meinte ich ja mit "in den richtigen Händen", aber wem willst du so ein Teil in die Hände geben und wem nicht?
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  #11  
Alt 06.02.2010, 10:08
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Ein ganz klares JA zum Verbot.
Eigentlich bin ich deiner Meinung, ich hab aber schon Hunde gesehen, die erfolgreich gegens Jagen therapiert wurden und danach ein entspanntes Leben ohne Leine führen konnten...

Das meinte ich ja mit "in den richtigen Händen", aber wem willst du so ein Teil in die Hände geben und wem nicht?
eben, das ist ja das Problem und auch das Dilemma...
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  #12  
Alt 06.02.2010, 16:53
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Das Verbot in Deutschland interessiert mich eigentlich nur am Rande, wenngleich ich hinzufügen muss, dass ich ohne es selbst bisher eingesetzt zu haben bei anderen Trainern schon beindruckende Erfolge gesehen habe.
Meist reicht das Gerät welches Wasser sprüht und piepst schon aus.
  #13  
Alt 06.02.2010, 17:04
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Nein bei einen jaeger reicht ein bisschen Wasser mit Duft und piepsen nicht aus
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  #14  
Alt 06.02.2010, 17:51
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Zitat:
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Nein bei einen jaeger reicht ein bisschen Wasser mit Duft und piepsen nicht aus
die Erfahrung hab ich auch schon gemacht...dachte ich könnte mit so einem relativ stark vibrierenden Ferntrainer meine Hündin aus der Situation heraus holen....hat sie aber mal garnicht interessiert das Ding ! Dachte erst das Gerät funktioniert nicht...aber ich habs dann nachher vibrieren gehört als sie vor mir saß...und erstaunlicherweise hat sie das kein bisschen gestört geschweige denn interessiert! damit hatte ich nicht gerechnet...
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  #15  
Alt 06.02.2010, 20:11
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Eigentlich bin ich deiner Meinung, ich hab aber schon Hunde gesehen, die erfolgreich gegens Jagen therapiert wurden und danach ein entspanntes Leben ohne Leine führen konnten...

Das meinte ich ja mit "in den richtigen Händen", aber wem willst du so ein Teil in die Hände geben und wem nicht?
eben, das ist ja das Problem und auch das Dilemma...
Genauso sehe ich es auch.
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