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Unsicherheit, Leinenaggresion und viel mehr
Dieses Thema hat insgesamt 31 Antworten und wurde bereits 1650 mal aufgerufen.

Antwort
 #1  
Alt 10.04.2010, 09:33
Mr. Ad Mr. Ad ist offline
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Standard Zum Thema

Sollte sich in den Beiträgen auf dieser Seite nicht das Richtige finden lassen, frag' doch einfach eben direkt hier im Forum nach. Mit über 18.000 registrierten Mitgliedern lässt eine passende Antwort ganz bestimmt nicht lange auf sich warten!

MfG
Mr. Ad
 
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  #1  
Alt 27.07.2010, 08:26
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weiblich Lucky79 Lucky79 ist offline
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Standard Unsicherheit, Leinenaggresion und viel mehr

Hallo ihr lieben,

eigentdlich bin ich nicht der große Threadstarter, aber nun brauche ich doch mal euren Rat unhd ich hoffe ihr könnt mir helfen, bzw habt ein paar Tips für uns.

Hier erstmal die Vorgeschichte:
Seit letzten Donnerstag haben wir einen 3 Jährigen Dobi Rüden bei uns als Pflegestelle. Er saß seit April bei uns im Th als Abgabehund. Da ich ab und an mal im Th ein wenig helfe, habe ich seine Geschichte ein wenig mitbekommen und vorallem das er im Th sehr gelitten hat. Er ließ die ersten 2 Wochen niemanden nur in die nähe des Zwingers und schaltete auf Aggresiv. Danach hatte eine Person einen zugang zu ihm gefunden, aber bei jedem Stress, sei es andere Hundebegegnungen, Besuch der Tä usw schaltete er komplett ab und für sofort hoch (ich hoffe ihr versteht wie ich es meine).Da er so natürlich kaum eine Vermittlungschance hat, sprach ich mit der Tierheimleiterin ab, das ich ihn erstmal zu uns nehme um ein wenig mit ihm zu arbeiten und das er aus dem Tierheimstress ein wenig rauskommt da er auch gerade in den letzten Tagen angefangen hatte sich seine Beine anzunagen.
Er wurde dann letzten Donnerstag Kastriert und kam danach direkt zu uns. Wir hatten nur an dem ersten Abend eine Kleine Auseinandersetzung mit ihm, die wir ihm aber weder übel nehmen können noch vorhalten. Er hat es geschafft seine Halskrause abzustreifen und knurrte uns beim Versuch an seiner Kastra Naht zu lecken an als wir ihn davon abhalten wollten. Wir sind nicht auf sein Geknurre eingegangen und haben ihm die Halskrause nachdem ich sie geholt hatte wieder aufgesetzt und ihn dann für sein ruhiges Verhalten belohnt, das Klappte super. Hierzu muss ich auch sagen, das er weder mich noch meinem Mann vorher bevor er zu uns kam kannte, was auch der Grund dafür ist das wir ihm das keinesfalls krummnehmen. Zumal er noch etwas neben der Spur war wegen der Narkose was noch dazukam.
Der restliche erste Abend verlief danach super.
Am nächsten Morgen, kam er bereits selber auf uns zu und wollte auch gestreichelt werden und suchte den Kontakt zu uns. Seither ist er bei uns der liebste Hund überhaupt und er hat sich bisher auch super eingelebt und fühlt sich sichtlich wohl.

Aaaber, trotzdem hat der junge Mann leider ein paar Problemchen. Sobald er andere Hunde sieht steigert er sich da total rein und wenn man ihn dann anfasst um ihn aus dieser Situation wieder rauszuholen dann packt er zu. Auch bei uns. Sobald er merkt wen er am Arm hat, lässt er sofort los und fängt sofort an zu beschwichtigen. Man merkt das er total unter Stress steht und auch das seine Aggresionen aus Unsicherheit entstehen.
Heute wird er nochmal zum Ta müssen weil er Probleme mit den Ohren hat, danach werden wir ihm einen Maulkorb holen und ihn langsam daran gewöhnen, nicht das es nachher heißt (gerade Nachbarschafftlich oder anderes, ihr kennt das ja sicher leider) das er gemeingefährlich sei.
Auch hier zuhause verhält er sich teilweise sehr unsicher und in bestimmten Situationen auch Ängstlich.
Wir möchten ihm wirklich helfen und dafür sorgen das er vielleicht doch noch vermittelt werden kann. Für uns steht vorallem fest, das er nie wieder zurück ins Tierheim soll, egal wie lange seine Vermittlung dauert und wieviel Arbeit wir mit ihm haben werden!
Wir werden uns am Samstag eine Hundeschule anschauen weil es auch sehr an seiner Grunderziehung hapert und hoffen natürlich auch das sie uns bei dem problem auch etwas helfen können.
Trotzdem wollte ich euch einfach mal fragen ob ihr nicht irgendwelche Tips für uns habt, was wir noch machen können, gerade mit dem Umgang mit ihm. Vielleicht kommt ihr auf Tips wo wir selber noch gar nicht dran gedacht haben.

Aber vielleicht jetzt auch mal ein wenig über uns. Wir haben selber 3 Hunde, 2 Hündinnen (eine Dobimixdame und ne Kleine Terrierhündin) und einen Kleinen Rüden (Chimix) von denen ist und bleibt er momentan auch weiterhin Räumlich getrennt, was auch gut funktioniert, obwohl er natürlich schon gemerkt hat, das er nicht alleine hier ist.
Wir haben früher schon Pflegehunde bei uns aufgenommen (auch ein paar Dobis) und vorallem nicht ganz so leichte Fälle dabeigehabt, alle konnten uns hinterher als sehr gut vermittelbar wieder verlassen.
Falls noch fragen sind, löchert mich einfach.
  #2  
Alt 27.07.2010, 16:39
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weiblich tessa tessa ist offline
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Standard AW: Unsicherheit, Leinenaggresion und viel mehr

Hi.

Das klingt für mich nach "dem typischen Tierheim-Abgabedobi" Ich hab zu meinen Zeiten in der Dobermannhilfe da genug von kennen gelernt...

Dass er Euch an die Wäsche geht ist eine Übersprungshandlung, er hat in dem Moment so viel Stress, dass er sich da einfach ein Ventil sucht und das ist, in das nächst erreichbare reinzubeißen. Ich hatte auch schon Dobis, die das gemacht haben.

Das mit dem Maulkorb ist grundsätzlich eine gute Idee, ein leichter Plastikmaulkorb (z.B. von Baskerville) wird in der Regel leichter akzeptiert als so ein schwerer Drahtkäfig. Ledermaulkörbe sind mir persönlich zu unhygienisch.

Schaut Euch die Hundeschule bitte gut an und geht mit so einem Hund bitte nicht auf einen Gebrauchshundeplatz, da wäre er sehr fehl am Platze.
Ihn jetzt sofort mit "SitzPlatzFuß" zu malträtieren halte ich nicht für sinnvoll.
Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit viel Ruhe und absoluter Konsequenz. Lasst ihn erstmal bei Euch ankommen und Sicherheit gewinnen.

Was den Leinenterrorismus angeht: Ich hab hier auch so jemanden in Dobiform sitzen, die praktiziert das seit fast 12 Jahren ganz begeistert, trotz Hundeschule, trotz Begleithundprüfung, trotz Raufergruppe, trotz Gruppen- und Einzeltraining ununterbrochen über einen Zeitraum von fast 6 Jahren... irgendwann hab ich aufgegeben... Sie hasst andere Hunde aus tiefstem Herzen. Immerhin kommt es bei ihr nicht mehr zu Übersprungshandlungen.

Ich drück Euch auf jeden Fall die Daumen, dass Ihr seine "Baustellen" in den Griff bekommt, falls seine Leinenaggression auch oder mit hormonell bedingt ist, dann könnte sich das durch die Kastration in den nächsten Wochen noch bessern.

Gruß
tessa
  #3  
Alt 27.07.2010, 17:57
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Standard AW: Unsicherheit, Leinenaggresion und viel mehr

Huhu

danke für deine Antwort erstmal.

Zitat:
Das klingt für mich nach "dem typischen Tierheim-Abgabedobi" Ich hab zu meinen Zeiten in der Dobermannhilfe da genug von kennen gelernt...
ich fürchte das er genau das ist.

Das mit der Übersprungshandlung habe ich mir fast gedacht, war mir aber selber nicht so sicher weil ich sowas bisher immer nur anders kennengelernt habe.

Er wird definitiv einen Plastikmauli bekommen, musste nur erst bestellt werden (in seiner Größe hatten sie keinen da heute) aber er ist am Donnerstag da. Von den Leder und Nylondingern halte ich persönlich nicht viel. Beruhigt mich aber das ich dann da schonmal die richtige Wahl getroffen habe.

Die Hundeschule werde ich mir ganz genau anschauen, habe auch kein problem damit mich wieder umzudrehen und zu gehen notfalls, wäre nicht das erste mal. Nen Gebrauchshundeplatz wird er nicht betreten, denke das würde ihn noch mehr durch den Wind bringen, wie du schon sagtest, mit Ruhe und Konsequenz, das ist auch mein Motto. Nehme auch erst meine Terrierhündin mit um zu gucken. Er hat wegen der Kastra und einer momentanen Ohrenentzündung sowieo noch schonfrist und soll sich erstmal ein wenig besser eingewöhnen um von dem ganzen Stress in der letzten Zeit ein wenig runterzukommen.

Mit der Leinenaggresion kann ich notfalls auf dauer auch leben und wir haben auch gesagt, dass wenn nicht die richtigen Leute gefunden werden er so lange bleibt bis sie entweder gefunden sind, oder wenn es länger als 1,5 jahre dauert er ganz bleibt. Das wichtigste ist mir das wir noch Hoffnung haben diese Übersprungshandlungen in den Griff zu bekommen.
Wobei ich heute Mittag noch mit der Frau gesprochen habe die ihn im Th ein wenig Betreut hatte, laut ihr soll er vor ein paar Wochen sowas noch gar nicht gemacht haben, erst als er mit einer anderen Hündin im Freilauf war und sie ihn gebissen hatte, und das in die linke Halsseite, und genau da flipt er dann aus wenn er sich wo reinsteigert und man nur in die Nähe dieses Bereichs kommt.


Zitat:
Ich drück Euch auf jeden Fall die Daumen, dass Ihr seine "Baustellen" in den Griff bekommt, falls seine Leinenaggression auch oder mit hormonell bedingt ist, dann könnte sich das durch die Kastration in den nächsten Wochen noch bessern.
Danke dir, das können wir sicher gut gebrauchen. Und vielleicht bewirkt die Kastra auch noch was. Aber das wird sicher noch ein paar Wochen dauern.
  #4  
Alt 27.07.2010, 20:03
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Hallo,

Ich denke, er braucht Zeit, Sicherheit und klare Regeln.
Wenn du dir das zutraust, wird sich das sicher Tag für Tag bessern

Ich habe großen Respekt davor, dass sich jemand so etwas zumutet.
Der, der den Hund abgegeben hat, hat es sich da recht einfach gemacht.

Berichte doch mal, wie es in der Hundeschule gelaufen ist.
Ich würde auch eine ruhigere Hundeschule wählen. Vllt sogar Clicker Training o.ä.
Zwar alles mit Ruhe, aber dennoch konsequent. Die Regeln sollen Sicherheit vermitteln, dass er sich auf dich verlassen kann.

Man weiß ja nie, woher so ein Hund stammt und was er alles mitgemacht hat.

Viel Glück und alles Gute :-)
  #5  
Alt 27.07.2010, 23:07
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Kann meinen Vorrednern nur zustimmen - bzw. in den Chor mit einstimmen, der da lautet: "Ich kenn sowas auch..."

Meine Tipps in Kurzform wären:

1. Beim TA schauen lassen, ob da am Hals nicht vielleicht noch was zurückgeblieben ist, oder erstmal selber gucken. Reicht ja schon ein Bluterguss, der wehtut, wenn man draufpackt.

2. Lasst es wirklich ruhig angehen - dass ihr euch die Hundeschule erstmal mit anderem Hund anschaut, ist eine sehr gute Idee. Eventuell ist eine Gruppenstunde für den Hund im Moment auch noch zuviel. Einzeltraining mit kontrollierten Hundebegegnungen wäre sicherlich vorzuziehen, gerade weil der Hund schnell hochfährt und nach deiner Schilderung etwas überfordert und reizüberflutet wirkt.
(Uns hat man damals allseits gesagt: Der hat ein Problem mit anderen Hunden, das muss in der Gruppe bearbeitet werden. Wo ausreichend andere Hunde sind. Wir wussten es nicht besser, haben in bester Absicht den Hund komplett überfordert, und im Grunde damit unser Problem so richtig zementiert.)

3. Regelmäßigkeit, Ruhe, Ordnung: Versucht, einen möglichst gleichmäßigen Tagesablauf hinzukriegen und zunächst auch etwa immer die gleiche Strecke zu gehen. Wenn der Hund dort etwas sicherer ist, nach einer Woche oder so, geht ihr sie anders herum, und nachdem ihr das ein paar Mal gemacht habt, auch im Wechsel, beginnt ihr, euren Radius langsam zu erweitern. Geht auch lieber ein paar Mal öfter kurz (bis 30 Minuten) als stundenlang durch die Pampa zu wandern.

4. Kontrolle: Wie sicher seid ihr, wenn der Hund loslegt? Habt ihr in "gut im Griff", oder geht es immer nur grad so eben mit viel Glück? -Ich frage das, weil es halt bei mir am Anfang so war, dass ich ihn kaum halten konnte (der hat sich gebärdet wie ein Wahnsinniger) und es verdammt schwer ist, ruhig und gelassen zu bleiben, wenn man verzweifelt um sein Gleichgewicht und die Oberhand ringt.
Falls das für euch auch ein Problem ist, solltet ihr darüber nachdenken, ihn dual zu führen, und zwar mit Halti über bzw. unter dem Maulkorb, für den Notfall. Das ist aber jetzt keine "absolute Wahrheit", ihr müsst halt ausprobieren, was für euch am besten funktioniert. Ich komm ganz gut damit zurecht, aber, wie gesagt: "Jedde Jeck is anners."
__________________
  #6  
Alt 28.07.2010, 10:03
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Erstmal guten morgen, und danke für eure Antworten


Zitat:
Kann meinen Vorrednern nur zustimmen - bzw. in den Chor mit einstimmen, der da lautet: "Ich kenn sowas auch..."
es beruhigt mich wirklich zu wissen, das es mit diesem Problem nicht nur uns so geht und auch schon andere damit Erfahrung haben.



Zitat:
1. Beim TA schauen lassen, ob da am Hals nicht vielleicht noch was zurückgeblieben ist, oder erstmal selber gucken. Reicht ja schon ein Bluterguss, der wehtut, wenn man draufpackt.
Ist erledigt. Zurückgeblieben ist gar nichts. Haben sie nachgeguckt bevor er Kastriert wurde und ich nachdem er hier angekommen ist auch nochmal. Er ist auch nur empfindlich an der linken Halsseite wenn er sich hochgefahren hat. Wenn er ganz entspannt hier Zuhause ist , dürfen zumindest wir alles mit ihm machen. Aktuell hatt er ja auch gerade eine schlimme Außenohrenentzündung und sein linkes Ohr tut ihm auch ziemlich weh (vermutlich durch die Halskrause), aber selbst da dürfen wir ohne irgendwelches Theater sein Medikament reinpacken. Ich habe seit gestern die Vermutung das er da noch etwas an die Beißattacke der Hündin denkt und an den zurückliegenden Schmerz, könnte ich da recht haben? Er macht es ja auch "nur" wenn er anderen Hunden begegnet. Naja, zumindest lässt er sich von uns ansonsten überall anfassen.
Dazu muss ich auch sagen, das er komischerweise regelrecht an uns klebt mittlerweile, gerade auch wenn wir draußen sind. Da hatte ich sonst bei Pflegehunden länger gebraucht. Wobei wir natürlich auch schon drauf achten, das es nicht zuviel wird.

Zitat:
2. Lasst es wirklich ruhig angehen - dass ihr euch die Hundeschule erstmal mit anderem Hund anschaut, ist eine sehr gute Idee. Eventuell ist eine Gruppenstunde für den Hund im Moment auch noch zuviel. Einzeltraining mit kontrollierten Hundebegegnungen wäre sicherlich vorzuziehen, gerade weil der Hund schnell hochfährt und nach deiner Schilderung etwas überfordert und reizüberflutet wirkt.
(Uns hat man damals allseits gesagt: Der hat ein Problem mit anderen Hunden, das muss in der Gruppe bearbeitet werden. Wo ausreichend andere Hunde sind. Wir wussten es nicht besser, haben in bester Absicht den Hund komplett überfordert, und im Grunde damit unser Problem so richtig zementiert.)
Wir hatten uns gedacht, sowieso erstmal Einzeltraining zu machen und wenn wir zu dem Punkt mit Kontrolierten Hundebegnungen kommen, diese mit unserer eigenen Hündin (natürlich mit Trainer) durchzuführen, da wir bei ihr wissen das sie eine sehr gute Kommunikation hat und absolut verlässlich bei sowas ist mit viel Ruhe. Wie Sinnvoll wäre das? Ich meine den Geruch von ihr kennt er ja nun schon, auch wenn sie hier Räumlich getrennt sind, er bekommt es ja mit das sie hier ist. Wäre das eher nicht zu empfehlen oder wäre es vielleicht sogar besser, in dem Punkt bin ich jetzt total unsicher *rotwerd*

Zitat:
3. Regelmäßigkeit, Ruhe, Ordnung: Versucht, einen möglichst gleichmäßigen Tagesablauf hinzukriegen und zunächst auch etwa immer die gleiche Strecke zu gehen. Wenn der Hund dort etwas sicherer ist, nach einer Woche oder so, geht ihr sie anders herum, und nachdem ihr das ein paar Mal gemacht habt, auch im Wechsel, beginnt ihr, euren Radius langsam zu erweitern. Geht auch lieber ein paar Mal öfter kurz (bis 30 Minuten) als stundenlang durch die Pampa zu wandern.
Den gleichmäßigen tagesablauf hat er hier schon etwas mitbekommen, das haben wir seit dem ersten Tag schon so eingeplant, weil wir damit bisher immer gute Erfahrung gemacht haben.
Das mit der selben Strecke immer gehen ist eine gute Idee, da bin ich natürlich noch nicht so wirklich drauf gekommen. Bisher sind wir immer verschiedene Wege gegangen um möglichst wenigen Hunden zu bestimmten Uhrzeiten zu begegnen. Werde ich aber jetzt auch mal versuchen und nurnoch die kleine Runde gehen. Danke für den Tip!
Wir gehen seit gestern 5 mal etwa 20 Minuten am Tag, da wir die Anweisung bekommen haben(von der Tierärztin) ihn momentan noch etwas mehr zu schohnen weil in seine Hoden zuviel Flüssigkeit läuft. Habe aber auch ein wenig schlechtes Gewissen dabei weil er ja eigendlich das totale Energiebündel ist.

Zitat:
4. Kontrolle: Wie sicher seid ihr, wenn der Hund loslegt? Habt ihr in "gut im Griff", oder geht es immer nur grad so eben mit viel Glück? -Ich frage das, weil es halt bei mir am Anfang so war, dass ich ihn kaum halten konnte (der hat sich gebärdet wie ein Wahnsinniger) und es verdammt schwer ist, ruhig und gelassen zu bleiben, wenn man verzweifelt um sein Gleichgewicht und die Oberhand ringt.
Falls das für euch auch ein Problem ist, solltet ihr darüber nachdenken, ihn dual zu führen, und zwar mit Halti über bzw. unter dem Maulkorb, für den Notfall. Das ist aber jetzt keine "absolute Wahrheit", ihr müsst halt ausprobieren, was für euch am besten funktioniert. Ich komm ganz gut damit zurecht, aber, wie gesagt: "Jedde Jeck is anners."
ich bin sehr sicher wenn er losgeht. Habe auch nicht wirklich Probleme ihn zu halten. Er wiegt momentan 30 kg (hat ein wenig Untergewicht) und so viel kraft hat er nicht das es da Unsicherheiten geben könnte. Auch wenn es aufgrund seiner Größe komisch aussieht wenn ich mit ihm unterwegs bin (bin halt nicht die größte und er reicht mir mit seinem Kopf im stehen fast bis zur Brust )
Bei meinem Mann sieht es fast genauso aus, der ist das reinste Kraftpacket und kann ihn daher natürlich noch besser händeln als ich.
Mit dem Halti sind wir aktuell dabei ihn daran gerade zu gewöhnen (seit 2 Tagen) Er hat momentan keine Probleme mehr in locker drauf zu haben für eine Gewisse Zeit, sobald da aber nur der geringste Zug daraufkommt wird er panisch, versucht den Halti egal wie runterzubekommen. Bisher hab ich das mit viel Ruhe und gedult (und natürlich ein wenig Bestechung) probiert, stecke da aber irgendwie gerade bei Fest und komme nicht so wirklich weiter.
Erfahrung mit Halti unterm Maulkorb habe ich allerdings noch nicht, das muss ich zugeben.

Habe aber trotzdem jetzt nochmal eine Frage, und zwar was meint ihr, hat er überhaupt eine realistische Vermittlungschance wenn wir es etwas besser hinbekommen mit den Übersprungshandlungen und der Unsicherheit? Ich muss zugeben, das er mir da doch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Das Th möchte ihn natürlich nicht soo weit wegvermiteln, aber gerade hier bei uns in der Gegend sind die wirklich "guten" Leute natürlich ziemlich rar. Wir haben einfach Angst das er in die falschen Hände gerät , hinterher etwas passiert und er dann als gefährlich eingestuft wird. oder noch was schlimmeres passiert

Zitat:
Berichte doch mal, wie es in der Hundeschule gelaufen ist.
Werde ich sehr gerne machen
  #7  
Alt 28.07.2010, 11:01
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Standard AW: Unsicherheit, Leinenaggresion und viel mehr

Zitat:
Zitat von Lucky79 Beitrag anzeigen
es beruhigt mich wirklich zu wissen, das es mit diesem Problem nicht nur uns so geht und auch schon andere damit Erfahrung haben.
Ich glaube, im Grunde ist das ein typisches Dobi-Problem.



Zitat:
1. Beim TA schauen lassen, ob da am Hals nicht vielleicht noch was zurückgeblieben ist, oder erstmal selber gucken. Reicht ja schon ein Bluterguss, der wehtut, wenn man draufpackt.

Ist erledigt. Zurückgeblieben ist gar nichts. Haben sie nachgeguckt bevor er Kastriert wurde und ich nachdem er hier angekommen ist auch nochmal. Er ist auch nur empfindlich an der linken Halsseite wenn er sich hochgefahren hat. Wenn er ganz entspannt hier Zuhause ist , dürfen zumindest wir alles mit ihm machen. Aktuell hatt er ja auch gerade eine schlimme Außenohrenentzündung und sein linkes Ohr tut ihm auch ziemlich weh (vermutlich durch die Halskrause), aber selbst da dürfen wir ohne irgendwelches Theater sein Medikament reinpacken. Ich habe seit gestern die Vermutung das er da noch etwas an die Beißattacke der Hündin denkt und an den zurückliegenden Schmerz, könnte ich da recht haben?
Halte ich durchaus für möglich.

Zitat:
Dazu muss ich auch sagen, das er komischerweise regelrecht an uns klebt mittlerweile, gerade auch wenn wir draußen sind. Da hatte ich sonst bei Pflegehunden länger gebraucht. Wobei wir natürlich auch schon drauf achten, das es nicht zuviel wird.
Das "Kleben" ist ja an sich sehr dobitypisch. Wenn er das draußen auch macht, ist das ein gutes Zeichen.

Zitat:
Wir hatten uns gedacht, sowieso erstmal Einzeltraining zu machen und wenn wir zu dem Punkt mit Kontrolierten Hundebegnungen kommen, diese mit unserer eigenen Hündin (natürlich mit Trainer) durchzuführen, da wir bei ihr wissen das sie eine sehr gute Kommunikation hat und absolut verlässlich bei sowas ist mit viel Ruhe. Wie Sinnvoll wäre das? Ich meine den Geruch von ihr kennt er ja nun schon, auch wenn sie hier Räumlich getrennt sind, er bekommt es ja mit das sie hier ist. Wäre das eher nicht zu empfehlen oder wäre es vielleicht sogar besser, in dem Punkt bin ich jetzt total unsicher *rotwerd*
Ich finde das eine sehr gute Idee, da ihr eure Hündin ja kennt und genau wisst, wie ihr sie zu lesen habt, vielleicht auch, wann es ihr zuviel wird usw. Wenn sie die Ruhe weg hat, warum nicht?
Wenn ihr sie führt, und das auch souverän, wird ihm das auch helfen - er vertraut euch ja schon, und wird einen Hund, mit dem ihr ganz souverän und vertraut umgeht, möglicherweise weniger schlimm finden als einen völlig fremden.

Es ist durchaus nicht einfach, geeignete Kandidaten zu finden. Meine letzte Trainerin hatte zB einen halbwüchsigen Bordercollie, das ging im Grunde gar nicht. Die war insgesamt viel zu wibbelig und zu schnell für ihn. Irgendwann hat der Spacko sich auch daran gewöhnt, aber es hat (sage ich im Rückblick) länger gedauert als eigentlich sinnvoll war.
Am besten gingen bei uns immer so die echt abgeklärten Rentner, die genügsam vor sich hinzockelten und den Spacko komplett ignoriert haben.

Leider mussten die betreffenden Hunde dafür wirklich schon sehr alt sein, und damit hatten leider immer nur recht kurz die Gelegenheit, mit ihnen spazieren zu gehen.

Zitat:
Das mit der selben Strecke immer gehen ist eine gute Idee, da bin ich natürlich noch nicht so wirklich drauf gekommen. Bisher sind wir immer verschiedene Wege gegangen um möglichst wenigen Hunden zu bestimmten Uhrzeiten zu begegnen.
Man muss halt einen guten Kompromiss zwischen dem einen und dem anderen finden. Wenn ihr immer dieselbe Strecke geht, aber auf der begegnet ihr zu euren "anderen" Zeiten regelmäßig 3 durchgeknallten Jack-Russels, einem unverträglichen Schäferhund und dem örtlichen Kindergarten, würde ich lieber ein, zwei verschiedene Wege gehen, weil dann der positive Effekt von: "Hier kenn ich mich aus" quasi für die Katz ist...

Es ist bloß bei einem Hund in diesem Zustand absolut kontraproduktiv, ihn wie einen "ganz normalen" Hund überall mit hinzuschleppen und ihm in den ersten Wochen möglichst viel zu bieten, damit er sich ja nicht langweilt.

Der wird sich schon nicht langweilen, der hat mit der Eingewöhnung durchaus genug zu tun.

Zitat:
Wir gehen seit gestern 5 mal etwa 20 Minuten am Tag, da wir die Anweisung bekommen haben(von der Tierärztin) ihn momentan noch etwas mehr zu schohnen weil in seine Hoden zuviel Flüssigkeit läuft. Habe aber auch ein wenig schlechtes Gewissen dabei weil er ja eigendlich das totale Energiebündel ist.
Das brauchst du nicht. Erstens wegen der Kastra, aber außerdem auch, weil ihn lange Spaziergänge vermutlich eher überfordern odr über die Gebühr hochfahren.

Wenn die Wunde total verheilt ist, würde ich es vermutlich erstmal nicht viel anders machen. Habt ihr einen Garten, wo er mal ohne Leine laufen kann?

Zitat:
ich bin sehr sicher wenn er losgeht. Habe auch nicht wirklich Probleme ihn zu halten. Er wiegt momentan 30 kg (hat ein wenig Untergewicht) und so viel kraft hat er nicht das es da Unsicherheiten geben könnte.
Beneidenswert...


Zitat:
Mit dem Halti sind wir aktuell dabei ihn daran gerade zu gewöhnen (seit 2 Tagen) Er hat momentan keine Probleme mehr in locker drauf zu haben für eine Gewisse Zeit, sobald da aber nur der geringste Zug daraufkommt wird er panisch, versucht den Halti egal wie runterzubekommen. Bisher hab ich das mit viel Ruhe und gedult (und natürlich ein wenig Bestechung) probiert, stecke da aber irgendwie gerade bei Fest und komme nicht so wirklich weiter.
Erfahrung mit Halti unterm Maulkorb habe ich allerdings noch nicht, das muss ich zugeben.
Auf den Trichter bin ich auch erst recht spät gekommen, nach einem Vortrag von Thomas Baumann. Für den Notfall ist es aber sehr praktisch.

Ich hab es immer so gemacht, dass ich nur im Notfall eine Leine eingeklinkt habe, um den Spacko eben besser halten zu können, sonst hat er es eben unter dem Korb getragen.

Im Moment trägt er einen BIN-Maulkorb, und da das Halti eben über dem Nasenriemen.

Zitat:
Habe aber trotzdem jetzt nochmal eine Frage, und zwar was meint ihr, hat er überhaupt eine realistische Vermittlungschance wenn wir es etwas besser hinbekommen mit den Übersprungshandlungen und der Unsicherheit?
Hmmh, schwer zu sagen. Es gibt ja viele Dobis, die sich nach dem Tierheim so oder so ähnlich zeigen, und mit nem Händchen für diese Art von Hund (nervöse Schmusehibbel, oder so... ) kriegt man sie ganz gut hin. Andere, wie die Exemplare von tessa oder mir, behalten für den Rest ihres Lebens nen leichten bis mittelschweren Hau (wozu ich aber erwähnen muss, dass mein Dobi nicht nur einen Tierheimschaden hat, sondern offenbar als Welpe einen schweren Unfall mit Schädel-Hirnverletzung gehabt hat. Der hat halt wirklich einen "Dachschaden". Und tessas Yembi wurde mehrfach das Opfer schwerer Beißvorfälle. Die hatte einfach irgendwann keinen Grund mehr, anzunehmen, dass fremde andere Hunde nett sind.

Nur solltest du dir über eines im Klaren sein: Bis du wirklich richtige Fortschritte siehst, kann es ein Jahr oder länger dauern. Das ist nichts, das in ein paar Wochen behoben ist.

(Und es ist auch durchaus möglich, dass der Hund nach einer Vermittlung erstmal einen schweren Rückfall erleidet. Wäre also gut, wenn er in Dobermann-erfahrene Hände käme.)

Zitat:
Ich muss zugeben, das er mir da doch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Das Th möchte ihn natürlich nicht soo weit wegvermiteln, aber gerade hier bei uns in der Gegend sind die wirklich "guten" Leute natürlich ziemlich rar. Wir haben einfach Angst das er in die falschen Hände gerät , hinterher etwas passiert und er dann als gefährlich eingestuft wird. oder noch was schlimmeres passiert
Ich finde es total gut, wie ihr euch für ihn einsetzt. Würde mir aber an eurer Stelle jetzt noch nicht so viele Gedanken machen und mich nicht unter Druck setzen. Dafür ist es noch viel zu früh. Schaut doch erstmal, wie er sich entwickelt.

LG und alles Gute!
__________________
  #8  
Alt 29.07.2010, 09:26
Benutzerbild von Lucky79
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Zitat:
Ich glaube, im Grunde ist das ein typisches Dobi-Problem.
und genau das wusste ich noch nichtmal ansatzweise *rotwerd* die, die ich hier hatte, waren immer das Gegenteil von ihm.

Zitat:
Halte ich durchaus für möglich.
Na dann bin ich mal Gespannt ob wir das wieder hinbekommen. Er soll einfach irgendwann mal wieder ohne diese Ängste leben können

Zitat:
Das "Kleben" ist ja an sich sehr dobitypisch. Wenn er das draußen auch macht, ist das ein gutes Zeichen.
Er macht es zumindest solange bis er nen anderen Hund, Ne Katze oder nen igel entdeckt

Zitat:
Ich finde das eine sehr gute Idee, da ihr eure Hündin ja kennt und genau wisst, wie ihr sie zu lesen habt, vielleicht auch, wann es ihr zuviel wird usw. Wenn sie die Ruhe weg hat, warum nicht?
Wenn ihr sie führt, und das auch souverän, wird ihm das auch helfen - er vertraut euch ja schon, und wird einen Hund, mit dem ihr ganz souverän und vertraut umgeht, möglicherweise weniger schlimm finden als einen völlig fremden.
Bei der Sache hab ich halt nur einfach Angst das es schief geht und er hinterher sie gar nicht leiden kann, was natürlich für hier sehr unvorteilghaft wäre, wir möchten sie ja irgendwann auch gerne zusammenlassen, zumindest unter Aufsicht, alleine schon wegen der bewegungsfreiheit hier im Haus.

Zitat:
Es ist durchaus nicht einfach, geeignete Kandidaten zu finden. Meine letzte Trainerin hatte zB einen halbwüchsigen Bordercollie, das ging im Grunde gar nicht. Die war insgesamt viel zu wibbelig und zu schnell für ihn. Irgendwann hat der Spacko sich auch daran gewöhnt, aber es hat (sage ich im Rückblick) länger gedauert als eigentlich sinnvoll war.
Am besten gingen bei uns immer so die echt abgeklärten Rentner, die genügsam vor sich hinzockelten und den Spacko komplett ignoriert haben.

Leider mussten die betreffenden Hunde dafür wirklich schon sehr alt sein, und damit hatten leider immer nur recht kurz die Gelegenheit, mit ihnen spazieren zu gehen.
Unsere Dicke ist nen Mix aus Dobi und Bordercolli-irgendwas bulliges, mittlerweile ca 6 Jahre alt, Vom Charakter her sehr ruhig und ausgeglichen (solange kein Spielzeug dabei ist, dann kann man sie für diesen Zweck vergessen) Anderen Hunden verhält sie sich immer absolut Korrekt und hat eine sehr leicht lesbare Körpersprache. Daher denke ich wäre sie für Tobi vielleicht geeignet.

Zitat:
Man muss halt einen guten Kompromiss zwischen dem einen und dem anderen finden. Wenn ihr immer dieselbe Strecke geht, aber auf der begegnet ihr zu euren "anderen" Zeiten regelmäßig 3 durchgeknallten Jack-Russels, einem unverträglichen Schäferhund und dem örtlichen Kindergarten, würde ich lieber ein, zwei verschiedene Wege gehen, weil dann der positive Effekt von: "Hier kenn ich mich aus" quasi für die Katz ist...
Woher kennst du unsere Nachbarschafft? Nee, mal im Ernst, genau diesen Sachen die du nennst bin ich imer mehr oder weniger aus dem Weg gegangen, Morgends immer an ein paar Schrebergärten vorbei wo der Schäferhund ab Mittags bis Abends ist, Ab Mittags durch eine Wohnsiedlung zum Feldweg wo morgends "2" absolut Durchgeknalle Jackys hinterm Zaun rumhüpfenund jeden hund der da vorbeigeht wahnsinjig machen und Abends durch´s Dorf weil der Kindergarten dann geschlossen hat.. Also wäre es dann Sinnvoller für ihn diesen Ritmus beizubehalten?


Zitat:
Es ist bloß bei einem Hund in diesem Zustand absolut kontraproduktiv, ihn wie einen "ganz normalen" Hund überall mit hinzuschleppen und ihm in den ersten Wochen möglichst viel zu bieten, damit er sich ja nicht langweilt.
Auf diese Idee würde ich bei Tobi nichtmal ansatzweise kommen. Wir haben ihn deshalb ruhigen Gewissens nehmen können weil wir sehr am Ortsrand wohnen und hier nicht ganz so viel Action ist. Dazu muss ich auch sagen das ich sowas eigendlich grundsätzlich nicht so gerne mache, also den Hund überall mit hinzuschleppen, sie haben es alle gelernt unsere drei, bzw sind noch dabei, aber wenn ich es vermeiden kann lasse ich sie dann lieber Zuhause, zumindest solche Sachen wo ich meine das Hunde bei sowas nix zu suchen haben. hoffe ihr versteht wie ich das meine, also Innenstad feste usw. dafür bieten wir ihnen anderwaltig etwas mehr , bzw unternehmen was mit ihnen wo wir meinen das es für sie angenehmer ist wie Badesee, Wanderungen durch den Wald zum Waldgasthoff kaffetrinken und dergleichen.

Zitat:
Der wird sich schon nicht langweilen, der hat mit der Eingewöhnung durchaus genug zu tun.

Das brauchst du nicht. Erstens wegen der Kastra, aber außerdem auch, weil ihn lange Spaziergänge vermutlich eher überfordern odr über die Gebühr hochfahren.

Wenn die Wunde total verheilt ist, würde ich es vermutlich erstmal nicht viel anders machen. Habt ihr einen Garten, wo er mal ohne Leine laufen kann?
Garten haben wir zwar, aber da wird er nicht ohne zumindest Schleppleine drin laufen dürfen weil er nicht eingezäunt ist, zumindest nicht nach hinten raus. Also wir wohnen ja ziemlich ländlich, vor dem Haus ne Strasse und hinten nurnoch Kilometerweit Felder und Bäche. Aber wenn bei ihm wieder alles soweit Fit ist, gehen wir zu bestimmten Zeiten bei uns ins Feld mit einer 15m Schlepp, so kann er sich wenigstens nen bischen bewegen.

Zitat:
Beneidenswert...
das kommt davon wenn man schon mit 5 jahren und der Dogge seines Onkels durch den garten maschiert ne, hab ne lange zeit Krafttraining gemacht und daher mit sowas keine Probleme, zum Glück, hatte erst etwas bedenken weil ich seit 2 Jahren nix dergleichen getan habe und auch keinen größeren Hund in der Zeit an der Leine (unsere große läuft immer frei) Aber anscheinend istz die Kraft noch da.


Zitat:
Auf den Trichter bin ich auch erst recht spät gekommen, nach einem Vortrag von Thomas Baumann. Für den Notfall ist es aber sehr praktisch.

Ich hab es immer so gemacht, dass ich nur im Notfall eine Leine eingeklinkt habe, um den Spacko eben besser halten zu können, sonst hat er es eben unter dem Korb getragen.
Es wäre zumindest empfehlenswert weil wir hier eben viele fleder haben, und wenn es nass ist rutscht man ja auch mal weg. Von daher ist es wirklich ne überlegung wert, auch bei uns. Wie schon gesagt, wir wollen keinesfalls das irgendas passiert, der leidtragende wäre ja immerhin der Hund hinterher.

Zitat:
Im Moment trägt er einen BIN-Maulkorb, und da das Halti eben über dem Nasenriemen.
den muss ich mir gleich mal anschauen.

Zitat:
Hmmh, schwer zu sagen. Es gibt ja viele Dobis, die sich nach dem Tierheim so oder so ähnlich zeigen, und mit nem Händchen für diese Art von Hund (nervöse Schmusehibbel, oder so... ) kriegt man sie ganz gut hin. Andere, wie die Exemplare von tessa oder mir, behalten für den Rest ihres Lebens nen leichten bis mittelschweren Hau (wozu ich aber erwähnen muss, dass mein Dobi nicht nur einen Tierheimschaden hat, sondern offenbar als Welpe einen schweren Unfall mit Schädel-Hirnverletzung gehabt hat. Der hat halt wirklich einen "Dachschaden". Und tessas Yembi wurde mehrfach das Opfer schwerer Beißvorfälle. Die hatte einfach irgendwann keinen Grund mehr, anzunehmen, dass fremde andere Hunde nett sind.
Naja, ich liebe diese Schmusehibbel einfach und das halt schon von klein auf.
Über seine Vergangenheit ist eigendlich recht wenig bekannt, das meiste sind Vermutungen. Ich meine wenn nen Hund sofort wenn man etwas in die Hand nimmt was größer ist sich auf den Boden schmeißt, sich unterwirft, und anfängt zu Beben, dann kann man sich wenigstens ausmahlen das er es nicht ganz so gut hatte bisher.

Zitat:
Nur solltest du dir über eines im Klaren sein: Bis du wirklich richtige Fortschritte siehst, kann es ein Jahr oder länger dauern. Das ist nichts, das in ein paar Wochen behoben ist.
Dessen sind wir uns in jedem Fall bewusst, deshalb hab ich ja am Anfang schon geschrieben, egal was kommt, bis zur Vermittlung bleibt er definitiv bei uns, und wenn es Jahre dauert. Nur irgendwann wenn es zulange dauert werde ich ihn hier nicht mehr rausreißen. Dafür kenne ich mich zu gut.


(Und es ist auch durchaus möglich, dass der Hund nach einer Vermittlung erstmal einen schweren Rückfall erleidet. Wäre also gut, wenn er in Dobermann-erfahrene Hände käme.)
Und genau diese Leute sind hier in der Umgebung sehr rahr

Zitat:
Ich finde es total gut, wie ihr euch für ihn einsetzt. Würde mir aber an eurer Stelle jetzt noch nicht so viele Gedanken machen und mich nicht unter Druck setzen. Dafür ist es noch viel zu früh. Schaut doch erstmal, wie er sich entwickelt.
Leichter gesagt als Getan *rotwerd* . Nen bischen Sorge bleibt glaub ich immer, aber das wird wohl normal sein. Wir werden auf eden fall alles versuchen was möglich ist, damit der süße irgendwann mal ein vernünftiges sorgen und stressfreies Leben führen kann

lg und nochmal vielen lieben dank für die Tips!
  #9  
Alt 29.07.2010, 23:02
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Zitat von Lucky79 Beitrag anzeigen

Er macht es zumindest solange bis er nen anderen Hund, Ne Katze oder nen igel entdeckt
Ein Igelhasser ist er also auch noch...?

Ich weiß nicht, ob das ein typisches Dobiproblem ist, aber meiner dreht bei Igeln völlig ab. Katzen draußen gehen (bis auf ein ganz spezielles Exemplar, dass immer im Vorgarten vor dem bodenhohen Fenster auf und abstolziert und wartet, dass der Hund sich aufregt), Hunde (naja, sehr schwierig), und Igel... arrgh.

Wozu ich sagen muss, dieses Jahr hat er noch nicht einen einzigen erwischt. Im Jahr, als ich schwanger war, war's ganz schlimm, weil ich ihn da eben nicht mehr rückwärts aus dem Gebüsch wieder rausziehen konnte, jedenfalls nicht gut... das hatte er irgendwann raus, und es weidlich ausgenutzt. Bestimmte Wege bin ich dann schon gar nicht mehr gegangen.

Zitat:
Bei der Sache hab ich halt nur einfach Angst das es schief geht und er hinterher sie gar nicht leiden kann, was natürlich für hier sehr unvorteilghaft wäre, wir möchten sie ja irgendwann auch gerne zusammenlassen, zumindest unter Aufsicht, alleine schon wegen der bewegungsfreiheit hier im Haus.
Naja, irgendwann müsst ihr sie ja eh aneinander gewöhnen, das könnt ihr dann ja miteinander verbinden.

Wir sind immer auf Abstand spazieren gegangen, meist am Wochenende in irgendeinem Gewerbegebiet.

Man begegnete sich so, dass der Testhund schräg von der Seite kam, und dann parallel auf der anderen Straßenseite ein Stück (20 m) vorausgegangen ist, sodass der Spacko Zeit hatte, ihn sich anzuschauen, aber halt nicht drangekommen ist. Sonst ist nichts passiert.
Man ging dann ne ganze Weile langsam spazieren, und wenn etwas Ruhe eingekehrt war, konnte man den Abstand langsam verkleinern, bis man parallel zueinander laufen konnte. Erst auf verschiedenen Straßenseiten, dann langsam zusammengerückt.

Aber halt nicht alles auf einmal - also, vielleicht erstmal einige Tage nur auf Abstand gehen, dann diesen langsam verkleinern.

Wenn ihr einen geeigneten Hund bei euch wohnen habt, könnt ihr ja im Prinzip jeden Tag üben, das ist ei großer Vorteil.

Wir haben uns nur alle ein bis zwei Wochen getroffen, manchmal seltener... trotzdem konnte man mit dem Spacko am Ende sogar ne ganze Weile direkt neben dem anderen Hund hergehen, ohne dass er versucht hat, ihn sich doch noch zu greifen.

Man muss aber auch sehr aufpassen, dass man nicht überreißt, sodass es dem Hund zuviel wird. Idealerweise hört man auf, wenn es gerade richtig gut klappt.


Zitat:
Woher kennst du unsere Nachbarschafft?
Ich hab einfach das zusammengezählt, was bei uns so das schrecklichste ist, was einem begegnen kann. (Wir haben drei Kindergärten in fußläufiger Entfernung, einen keine 200 m von unserem Haus entfernt. Direkt daneben wohnte bis vor wenigen Monaten ein durchgeknallter Jacky, der früher auch mal gern unter dem Zaun heraus ist - Hund ist mittlerweile verstorben... und direkt gegenüber wohnt u.a. ein Schäferhund, der sich ungern von einem Spacko anpöbeln lässt. Zum Glück mit recht patenten Besitzern.
Dann gibt es auch noch einen echt unverträgliches Exemplar, das aber nur nachmittags unterwegs ist...)


Zitat:
Nee, mal im Ernst, genau diesen Sachen die du nennst bin ich imer mehr oder weniger aus dem Weg gegangen, Morgends immer an ein paar Schrebergärten vorbei wo der Schäferhund ab Mittags bis Abends ist, Ab Mittags durch eine Wohnsiedlung zum Feldweg wo morgends "2" absolut Durchgeknalle Jackys hinterm Zaun rumhüpfenund jeden hund der da vorbeigeht wahnsinjig machen und Abends durch´s Dorf weil der Kindergarten dann geschlossen hat.. Also wäre es dann Sinnvoller für ihn diesen Ritmus beizubehalten?
Ja. Das klingt jetzt nicht nach einem so großen Radius. Und ich finde es regelmäßig genug.

Zitat:
Auf diese Idee würde ich bei Tobi nichtmal ansatzweise kommen. Wir haben ihn deshalb ruhigen Gewissens nehmen können weil wir sehr am Ortsrand wohnen und hier nicht ganz so viel Action ist.
So hab ich mir das auch gedacht. Was ich irgendwie dabei übersehen habe, ist, dass hier jeder aus dem Ort, der einen Hund hat, diesen ausführt, und dabei auch gern schonmal ableint, obwohl auf dem Weg noch Leinenzwang herrscht, weil eine Seite bebaut ist.

An manchen Morgenden bzw. zu bestimmten Zeiten ist das wie Berufsverkehr. Du kannst dich mit deinem Hund einfach in die Kolonne der Hund-Halter-Paare einreihen, die in regelmäßigen Abständen den Wegrand mit Tretminen verzieren.

Zitat:
Dazu muss ich auch sagen das ich sowas eigendlich grundsätzlich nicht so gerne mache, also den Hund überall mit hinzuschleppen, sie haben es alle gelernt unsere drei, bzw sind noch dabei, aber wenn ich es vermeiden kann lasse ich sie dann lieber Zuhause, zumindest solche Sachen wo ich meine das Hunde bei sowas nix zu suchen haben. hoffe ihr versteht wie ich das meine, also Innenstad feste usw.
Ich versteh das und sehe es genauso.

Zitat:
dafür bieten wir ihnen anderwaltig etwas mehr , bzw unternehmen was mit ihnen wo wir meinen das es für sie angenehmer ist wie Badesee, Wanderungen durch den Wald zum Waldgasthoff kaffetrinken und dergleichen.
Finde ich total ok.

Zitat:
Garten haben wir zwar, aber da wird er nicht ohne zumindest Schleppleine drin laufen dürfen weil er nicht eingezäunt ist, zumindest nicht nach hinten raus. Also wir wohnen ja ziemlich ländlich, vor dem Haus ne Strasse und hinten nurnoch Kilometerweit Felder und Bäche. Aber wenn bei ihm wieder alles soweit Fit ist, gehen wir zu bestimmten Zeiten bei uns ins Feld mit einer 15m Schlepp, so kann er sich wenigstens nen bischen bewegen.
Ja, so mache ich das auch. Ein Zaun käme für euch gar nicht in Frage?

Zitat:
das kommt davon wenn man schon mit 5 jahren und der Dogge seines Onkels durch den garten maschiert ne, hab ne lange zeit Krafttraining gemacht und daher mit sowas keine Probleme,
Damit habe ich erst angefangen, nachdem der Hund da war.

Zitat:
zum Glück, hatte erst etwas bedenken weil ich seit 2 Jahren nix dergleichen getan habe und auch keinen größeren Hund in der Zeit an der Leine (unsere große läuft immer frei) Aber anscheinend istz die Kraft noch da.
Echt gut. Ich bin durch die Schwangerschaft (bzw. ich denke vor allem die Entbindung) ziemlich eingebrochen, aber zum Glück ist der Spacko nicht mehr der gesündeste, sodass er zwar etwas schwerer geworden ist, aber auch schwerer in die Gänge kommt - was es für mich einacher macht.

Zitat:
Naja, ich liebe diese Schmusehibbel einfach und das halt schon von klein auf.
Über seine Vergangenheit ist eigendlich recht wenig bekannt, das meiste sind Vermutungen. Ich meine wenn nen Hund sofort wenn man etwas in die Hand nimmt was größer ist sich auf den Boden schmeißt, sich unterwirft, und anfängt zu Beben, dann kann man sich wenigstens ausmahlen das er es nicht ganz so gut hatte bisher.
Das kann so sein, muss aber nicht. Wenn er sehr nervös und verunsichert ist, reicht ein kleines bisschen Druck schon aus, damit er beschwichtigt.

Bei der BC-Hündin meiner Trainerin war's zB so, dass sie auch so ein aufgedrehtes Monsterchern war, und im Grunde waren, wenn sie sehr aufgeregt war, alle Reaktionen, die sie zeigte, etwas "drüber". Das Freuen, das Knurren, das Spielen, das Kläffen - und auch das Beschwichtigen. Bei nem Menschen hätte man vermutlich gesagt, der hat nen Hang zur theatralischen Geste...

Und als sie das erste Mal läufig war, war's ganz schlimm: Da brauchte man ihr nur (ich war dabei, ich hab es gesehen) mit fester Stimme etwas zu untersagen, und der Hund fiel in sich zusammen, kniff den Schwanz ein und schlich völlig demoralisiert den Weg entlang. Leute, die sehr laut sprachen, oder sehr laut ihre eigenen Hunde zusammenstauchten, wurden nachher völlig gemieden, sie verhielt sich ihnen gegenüber so, als sie auf das übelste misshandelt worden, wollte sich nicht mehr anfassen lassen usw usf.

Der Hund ist nie geschlagen worden, und auch nicht anderweitig misshandelt. Nur hättest du das nicht geglaubt, wenn du sie so gesehen hast.

Zitat:
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Bitte, gern geschehen. Und alles Gute für euch vier!
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  #10  
Alt 30.07.2010, 12:51
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Sorry das ich jetzt erst antworte
wir hatten leider einen nicht so schönen vorfall gerade.
Tobis Pflegestellenbetreuerin war eben hier. Sie hat den mauli für ihn vorbeigebracht. Bei der Anprobbe ist es dann passiert, er hat kurz gedroht und hat sich dann in ihrem Arm festgebissen und dreimal nachgebissen bis ich ihn von ihr weg hatte.
Krankenwagen musste kommen und hat sie erstmal mitgenommen. ich sitze hier jetzt mit einem Hund, der total durch den Wind ist, mir aber nichts tut und weiß nicht was den Kerl jetzt erwarten wird. Tierheimleitern iist Informiert und ich kann jetzt einfach nur abwarten was kommtso schrecklich gerade
  #11  
Alt 30.07.2010, 13:30
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Zitat:
Zitat von Lucky79 Beitrag anzeigen
Sorry das ich jetzt erst antworte
wir hatten leider einen nicht so schönen vorfall gerade.
Tobis Pflegestellenbetreuerin war eben hier. Sie hat den mauli für ihn vorbeigebracht. Bei der Anprobbe ist es dann passiert, er hat kurz gedroht und hat sich dann in ihrem Arm festgebissen und dreimal nachgebissen bis ich ihn von ihr weg hatte.
Krankenwagen musste kommen und hat sie erstmal mitgenommen. ich sitze hier jetzt mit einem Hund, der total durch den Wind ist, mir aber nichts tut und weiß nicht was den Kerl jetzt erwarten wird. Tierheimleitern iist Informiert und ich kann jetzt einfach nur abwarten was kommtso schrecklich gerade
Auwei, das ist wohl quasi der worst case. War aber aufgrund der Vorgeschichte und der Tatsache, dass ein Maulkorb und das "Rumfummeln" am Kopf gerade für solche Tiere sehr unangenehm ist, auch nicht gerade eine Überraschung. Trotzdem versuchen, ruhig zu bleiben. Dein Hund merkt deine Unruhe und reagiert darauf. Gibt es für dich eine Möglichkeit, das "intern" zu klären, d.h. ohne Anzeige? Du kennst du die TH-Leute, oder habe ich das beim lesen missverstanden? Ich denke, damit kann man vielleicht das Gröbste abwenden. Ich denke, jeder hier weiss, was für eine Mühle in Gang gesetzt werden kann, wenn ein Hund einen Menschen attackiert (egal was der Grund war).

Ich fühle mit euch!

Kadde mit AmStaff-Mix Ares
  #12  
Alt 30.07.2010, 13:37
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Hi.

Das ist unschön!

Da muss aber nix nachkommen von Hundes Seite aus. Ich hatte fast das gleiche mit Jago, da war er eine Woche hier.
Er lag auf dem Sofa, auf der Seite - relaxed. Mein Bruder saß auf der Sofalehne, ich stand. Wir haben uns unterhalten und während der Unterhaltung hat mein Bruder (der selbst Dobihalter und entsprechend erfahren ist) seine Hand ausgestreckt, um Jago zu streicheln. Das war von ihm mehr ein Reflex, weil seine Hündin auch immer so auf dem Sofa liegt und er sie dann öfter mal so nebenbei streichelt.

Jago hat sich wohl davon (obwohl es keine hektische Bewegung war und er ihn kaum berührt hat) bedroht gefühlt und ist ohne Vorwarnen herumgeschnellt und hatte die Hand meines Bruders dazwischen. Hat auch nachgefasst und wenn ich nicht sofort reagiert hätte, wäre wohl mit der Hand Schlimmeres passiert.

Ich hab erstmal meinen blutenden Bruder aus der Schusslinie bugsiert, Jago stand inzwischen auf dem Sofa und zeigte mir in Augenhöhe sein Blendaxlächeln frei nach dem Motto "Packst mich an, pack ich Dich!".

Aus einem reinen Reflex und aus der Wut raus habe ich ihn mir gepackt, vom Sofa geschmissen (der ist wirklich ein Stück geflogen) und dann bin ich ihm nach und habe ihn zwischen Schrank und Wand in eine Ecke gedrängt (ohne ihn anzufassen), dabei lauthals geschimpft und als er nicht mehr vor noch zurück konnte, hat er aufgegeben, sich klein gemacht und beschwichtigt.
Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass er nach vorne geht und war darauf vorbereitet, aber so war´s mir dann auch lieb.

Nach dieser Attacke kam _nix_ mehr nach von Jagos Seite, mit jedem Tag fasste er mehr Vertrauen und schon nach kurzer Zeit konnte nicht nur ich, sondern auch mein Bruder ihn überall anfassen, auf den Rücken drehen, am Bauch kraulen...

Bei ihm war das Beißen eine reine Panikreaktion, weil er einfach noch nicht genug bzw. kein Vertrauen hatte.

Die Hand meines Bruders ist wieder in Ordnung gekommen, klar, er musste zum Arzt und hatte Löcher drin, aber kein Knochen gebrochen und die Sehnen unverletzt. Glück gehabt.

In der Pflegestelle vorher hatte Jago wohl auch schon ein Familienmitglied "dazwischen gehabt", deswegen musste er ziemlich schnell da weg.
Aber bei mir -wie gesagt- ist nach diesem Biss von Jagos Seite aus Ruhe gewesen. Gegen Menschen zumindest.

Gruß
tessa
  #13  
Alt 30.07.2010, 14:29
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Zitat:
Zitat von kadde77 Beitrag anzeigen

Auwei, das ist wohl quasi der worst case. War aber aufgrund der Vorgeschichte und der Tatsache, dass ein Maulkorb und das "Rumfummeln" am Kopf gerade für solche Tiere sehr unangenehm ist, auch nicht gerade eine Überraschung. Trotzdem versuchen, ruhig zu bleiben. Dein Hund merkt deine Unruhe und reagiert darauf. Gibt es für dich eine Möglichkeit, das "intern" zu klären, d.h. ohne Anzeige? Du kennst du die TH-Leute, oder habe ich das beim lesen missverstanden? Ich denke, damit kann man vielleicht das Gröbste abwenden. Ich denke, jeder hier weiss, was für eine Mühle in Gang gesetzt werden kann, wenn ein Hund einen Menschen attackiert (egal was der Grund war).

Ich fühle mit euch!

Kadde mit AmStaff-Mix Ares
Huhu,

komischerweise bin ich mittlerweile die Ruhe selbst, wenn ich auch ziemlich platt bin gerade, hab eben noch nichtmal mehr gewusst das ich schon was gechrieben hatte dazu.
ich habe ihn jetzt nach dem Vorfall erstmal rescue Tropfen gegeben weil er sowas von durch den Wind ist und versucht hat Susanne hier im Haus noch zu finden. So hab ich ihn in den ganzen 8 Tagen jetzt noch nicht erlebt. So bestimmt und regelrecht voller hass.
Ich weiß nicht wie sie das da regeln werden jetzt. Mein Mann sagt jedenfalls absolut bestimmt, das egal was kommt er hier weder auszieht noch eingeschläfert wird. Nur haben wir ja da nicht wirklich viel mitspracherecht. Zumindest laut Pflegevertrag. hab ihn auch nur kurz auf Arbeit erwischt und er kommt so bald es geht nach Hause (zu ihm hat Tobi den allerbesten draht)

Ich kenne die Th Mitarbeiter jetzt nicht soo gut, helfe da erst seit 3 Wochen, nur unsere Pflegestellenbetreuerin die ist in den letzten Tagen ziemlich lange und oft hier gewesen, kann sie aber schwer einschätzen. Also es ist auch alles so Routinemäßig gelaufen, zwecks vorkontrolle von pflegestelle usw. Denke sie hätten gerade ihn mir nicht gegeben wenn sie so gar nichst von mir halten würden.


ich fand das Problem eben bei der Sache nur, wäre ich nicht so schnell (naja ansichtssache, hätte noch schneller reagieren müssen)gewesen und hätte ihn am Geschirr gepackt und festgehalten als er den Arm losgelassen hatte, wäre er nochmal auf sie drauf, aber dann richtig. Sie ist sofort zur Wozi Tür raus und hat die Tür zugemacht. Erst da habe ich ihn wieder losgelassen. Aber selbst da isser noch ziemlich sauer gewesenimmer an der Tür hochgestiegen und hat gedroht und das massiv. Hat auch ein weilchen gedauert bis ich wieder rausgekommen bin, sonst wäre er mit durch die Tür geprescht.

Er war ja im Th schon nicht das Unschluldslamm, deshalb hab ich ja gesagt das er zu mir soll, da man wirklich merket das er im Th abdreht. Nur davor hat er nie "richtig" zugebissen, nur einmal in den Finger gezwickt.

ich kann jetzt wirklich nurnoch warten was kommt, Susanne ist noch im Krankenhaus. Tobi hat sich so langsam etwas beruhigt und liegt jetzt in seinem Zimmer auf seiner Decke.
Ich weiß nicht wie die jetzt von Seiten des Th reagieren werden. Ich werde halt nur sagen können wie er sich hier in den letzten Tagen verhalten hat. ich fürchte nur das ich nicht mehr als das tun kann.
  #14  
Alt 30.07.2010, 14:37
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ach ja, ich sollte vielleicht auch noch dazu schreiben, das er zu mir und meinem Mann schon ziemlich vertrauen gefasst hat. Wir dürfen wirklich alles mit ihm machen und bis auf den ersten Abend wo er noch so halb in Narkose war hat er uns gegenüber nie irgendwelche Agressionen gezeigt, eher im Gegenteil. Er hat sich auch schon ziemlich an uns gebunden.
  #15  
Alt 30.07.2010, 15:41
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Ach herje. So ein Mist aber auch. Warum gibt das Mindener Tierheim dir nicht ein bisschen mehr Zeit und einen anderen Betreuer?

Den anderen Threat hab ich auch grad gelesen. Kann ja wohl nicht wahr sein
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